Daihatsu: Noch viele Unklarheiten
Importeurs-Chef Matthias Heinz bemühte sich auf der Jahreshauptversammlung des Daihatsu-Händlerverbands um Antworten auf die Fragen der Händler. Dennoch gibt es nach wie vor einige Fragezeichen.
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Bei Daihatsu herrscht großer Informationsbedarf. Nach der Ankündigung der japanischen Kleinwagenmarke, sich zum 31. Januar 2013 aus dem europäischen Markt zurückzuziehen, steht der Handel vor vielen offenen Fragen. Das wurde auch auf der Jahreshauptversammlung des Verbands der Daihatsu-Vertragsparter Deutschland am Samstag im sauerländischen Willingen deutlich.
„Es gab Tage, da stand das Telefon von früh morgens bis spät abends nicht still“, resümierte Verbandsvorsitzender Udo Auchter seine Arbeit der letzten Wochen. „Das letzte Jahr war sehr arbeitsreich, aber jetzt haben wir plötzlich eine ganz andere Situation“, so Auchter. Wichtig sei, dass Daihatsu schnell Klarheit in den offenen Fragen schaffe. Vor allem über die Situation ab Februar 2013 und die künftigen Serviceverträge müsse es zeitnah Informationen geben.
Skeptisch sieht der Verbandschef die Einführung des neuen Charade, der auf dem Toyota Yaris basiert. „Wenn Toyota-Händler die letzten Modelle im Internet für 12.500 Euro anbieten, welche Chance haben wir dann mit einer Daihatsu-Variante, die keiner kennt“, sagte Auchter. Der Listenpreis des Charade startet bei 13.990 Euro.
Daihatsu-Deutschland-Chef Matthias Heinz und Vertriebsleiter Christian Amenda waren nach Willingen gekommen, um sich den Fragen der Händler zu stellen. Heinz bestätigte, dass jeder derzeitige Daihatsu-Partner einen neuen Servicevertrag angeboten bekommen soll. „Das wird durch Daihatsu Deutschland oder eine Nachfolgeorganisation von Daihatsu Deutschland geschehen“, sagte Heinz.
Neue Serviceverträge: keine niedrigeren Standards
Das Angebot gelte nicht nur für die 320 Händler, sondern auch für die 50 Servicebetriebe. „Wir werden allerdings die Servicestandards nicht nach unten fahren“, stellte Heinz klar. Über die Ausgestaltung der Verträge konnte er nichts sagen. Er gehe jedoch davon aus, den Händlern bis zum Sommer ein Vertragskonzept vorlegen zu können. Damit bestätigte er frühere Aussagen aus einem Interview mit »kfz-betrieb«.
Händlern, die ihren Vertrag vorzeitig kündigen wollen, erteilte Heinz eine Absage. Zwar sei ein einvernehmliches Ausscheiden oder die Umstellung vom Vertriebs- auf einen Servicevertrag möglich, aber „das ist von uns nicht beabsichtigt“, so der Geschäftsführer. Er appellierte an die Händler, weiterhin aktiv zu verkaufen. „Wir erfüllen unseren Vertrag, erfüllen Sie Ihren bitte auch“, sagte Heinz.
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