Gebrauchtwagenmarkt 2035 Das Gebrauchtwagen-Business wird zur Kreislaufwirtschaft

Von Dr. Martin Achter 6 min Lesedauer

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Einmal zukaufen, verkaufen und die Marge mitnehmen – das ist das Gebrauchtwagengeschäft der Vergangenheit. Die Berater von Deloitte skizzieren, wie Händler ihr Business bis 2035 entwickeln sollten, um erfolgreich zu bleiben. Das bedeutet deutliche Umstellungen.

Gebrauchtwagenvermarktung über mehrere Verwertungszyklen und Kreislaufwirtschaft werden gesellschaftliche Faktoren sein, die das Gebrauchtwagenbusiness in den kommenden Jahrzehnten immer stärker prägen werden, prognostiziert die Unternehmensberatung Deloitte.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Gebrauchtwagenvermarktung über mehrere Verwertungszyklen und Kreislaufwirtschaft werden gesellschaftliche Faktoren sein, die das Gebrauchtwagenbusiness in den kommenden Jahrzehnten immer stärker prägen werden, prognostiziert die Unternehmensberatung Deloitte.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Im Augenblick ist allen klar: Die Erträge sind schwach, die Nachfrage der Kunden auch und das Marktvolumen früherer Jahre eine Erinnerung. Gleichzeitig drücken Zinskosten, volatile Fahrzeugbewertungen und die Unsicherheit rund um Elektroautos. Wie könnte vor diesem Hintergrund das Gebrauchtwagengeschäft der nächsten Jahre aussehen? Die Unternehmensberatung Deloitte hat in der Marktprognose „The next era in the used car business“ ein Bild skizziert, wie sich aus ihrer Sicht der Gebrauchtwagenhandel bis 2035 entwickeln muss, um Marktanforderungen gerecht zu werden – und damit die Erträge auch wieder stimmen.

Der Lösungsvorschlag hört sich etwas ökologisch an: Wer künftig im Gebrauchtwagengeschäft erfolgreich sein will, muss auf Kreislaufwirtschaft setzen – ein Fahrzeug sollten Händler deswegen nicht nur einmal als Gebrauchtwagen vermarkten, sondern über mehrere Lebenszyklen im eigenen System halten. Das mutet wie ein Zielbild an, über das manche in der Branche schon seit einigen Jahren diskutieren. Manche wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen dürften Händler aus Sicht von Deloitte künftig dazu regelrecht zwingen (siehe auch ergänzendes Interview).