Elektro-SUV Das kann der neue Kia EV3

Von Andreas Wehner 3 min Lesedauer

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Viele hatten zunächst mit dem EV5 gerechnet, doch jetzt ist klar: Kias nächstes Elektromodell heißt EV3 und soll es mit Konkurrenten wie dem Volvo EX30, dem Cupra Born oder dem VW ID 3 aufnehmen. Wir haben schon mal Platz genommen.

Der EV3 ergänzt schon bald die Elektroauto-Palette von Kia.(Bild:  Kia)
Der EV3 ergänzt schon bald die Elektroauto-Palette von Kia.
(Bild: Kia)

Mit dem EV3 bringt Kia noch in diesem Jahr sein erstes, als rein elektrisches Modell entwickeltes Kompakt-SUV auf den Markt. Somit wächst die Elektrofamilie neben dem Flaggschiff-SUV EV9 und dem kleineren EV6 um ein weiteres Modell. Dabei soll es aber nicht bleiben. Mit dem EV4 und dem EV5 werden im kommenden Jahr zwei weitere Elektromodelle folgen. Und auch der kleine EV2 steht offenbar bereits in den Startlöchern.

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Doch zunächst zum EV3: Das Außendesign folgt dem des EV9. Seine kantige, massive Form lässt den EV3 größer wirken, als er mit seinen 4,30 Metern Länge, 1,85 Metern Breite und 1,56 Metern Höhe tatsächlich ist. Eine erste Sitzprobe zeigt: Platz ist genug, selbst hinten sitzt man als 1,85 große Person bequem. In den Gepäckraum passen laut Datenblatt 460 Liter, mit umgelegten Rücksitzen sind es bis zu 1.250 Liter. Hinzu kommen 25 Liter im Frunk. Der ist dann mit dem Ladekabel allerdings voll.

Die Designer wollten dem Innenraum eine Art Wohnzimmercharakter verleihen. Stolz ist Kia auf den kleinen Tisch, der in der Mittelkonsole ausziehbar ist und bei der Ladepause Platz für den Laptop oder ein kleines Picknick bietet. Relax-Sitze mit Liegefunktion ermöglichen alternativ auch mal ein kleines Nickerchen.

Dreiteiliges Panoramadisplay

Der EV3 verfügt wie sein großer Bruder über ein 30-Zoll-Panoramadisplay, das eigentlich aus drei Displays besteht: einem 12,3 Zoll großen Instrumentendisplay, einem 5,3-Zoll-Touchscreen für die Bedienung der Klimatisierungsfunktionen sowie einem 12,3-Zoll-Bildschirm für Navi und Infotainment. Zudem gibt es ein 12,3 Zoll großes Head-up-Display.

Over the air erfolgen nicht nur die üblichen Updates, es können auch zusätzliche Apps für Musik- und Videostreaming oder Spiele gekauft werden. Wer seinem Display einen neuen Look verpassen will: kein Problem dank optional buchbarer Display-Themes.

Der Schlüssel ist auf Wunsch digital, das heißt: Das Smartphone ersetzt den klassischen Plastikschlüssel. So kann das Fahrzeug dann auch unkompliziert mit bis zu sieben anderen Personen geteilt werden.

Ist der EV3 optisch durchaus eine kleine Version des EV9, unterscheidet sich das Auto in Sachen Antriebs- und Batterietechnik dann doch deutlich. Der EV3 kommt im Gegensatz zum großen Bruder immer nur mit Frontantrieb. Der Elektromotor an der Vorderachse leistet 150 kW/204 PS. Aus dem Stand auf Tempo 100 schafft es der EV3 so im besten Fall in 7,4 Sekunden.

Bis zu 600 Kilometer Reichweite laut WLTP

Zwei Batteriegrößen stehen zur Auswahl. Der kleinere 58,3-kWh-Akku ermöglicht dem SUV eine WLTP-Reichweite von 410 Kilometern. Die größere Batterie mit 81,4 kWh fasst Strom für bis zu 600 Kilometer. Bei der Ladegeschwindigkeit zeigt sich dann wieder ein Unterschied zum EV9. Denn der Große steht dank 800-Volt-Technologie nur sehr kurz an der Ladesäule.

Der EV3 hat jedoch aus Kostengründen ein 400-Volt-Netz erhalten. Somit dauert es nach Herstellerangaben etwa 30 Minuten, bis der Akku von 10 auf 80 Prozent gefüllt ist. Maximal lädt der EV3 am Schnelllader mit 128 kW. Das sollte aber für die meisten EV3-Käufer kein Problem sein, da sie sehr häufig einen eigenen Stellplatz mit Lademöglichkeit haben werden.

Der EV3 ist für intelligentes und bidirektionales Laden (V1G, V2H, V2G) gerüstet, das heißt, auch die Rückeinspeisung des Stroms ins Netz oder ins eigene Haus ist theoretisch möglich. Er kann aber auch einfach externe Elektrogeräte mit Strom versorgen.

Eine Tonne Anhängelast

Bis zu eine Tonne kann der EV3 ziehen. Mit dem Pferdeanhänger wird es also (erwartungsgemäß) nichts, aber um mal mit dem Anhänger vom Schwiegervater den Baumschnitt zum Grüngutplatz zu fahren, reicht das.

Über den Preis des EV3 spricht Kia noch nicht. Wohl aber über die Konkurrenten, mit denen man es aufnehmen will. Hier nennen die Verantwortlichen unter anderem den Volvo EX30, den Smart #1, den Cupra Born und den VW ID 3. Dabei ist zu erwarten, dass sich der EV3 preislich im Vergleich zu den genannten eher im günstigen Bereich wiederfinden wird.

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