DAT: VIN-Abfrage wächst weiter
Autohändler können mit der Silverdat-Sonderfunktion VIN-Abfrage Geld sparen, sagte Siegfried Trede von der DAT. Das Werkzeug zur Fahrzeugbewertung deckt 80 Prozent des deutschen Pkw-Bestands ab.
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Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) stellt ihren Kunden mit der VIN-Abfrage ein Instrument zur Verfügung, mit dem die Händler ihre Marge verbessern können. Mit der Silverdat-Zusatzfunktion lassen sich Gebrauchwagen punktgenau bewerten. So können Händler Fahrzeuge marktgerecht auspreisen und mehrere hundert Euro pro Fahrzeug einsparen. Siegfried Trede, Hauptabteilungsleiter Marktforschung/PR/Zentrale Daten bei der DAT, erläutert die Vorteile: „Die VIN-Abfrage ist nicht neu, aber es kommen immer mehr Hersteller hinzu. Derzeit decken wir rund 80 Prozent des Pkw-Bestands in Deutschland ab. Je nach Hersteller greifen wir dabei auf Fahrzeugdaten von bis zu 20 Jahre alten Fahrzeugen zurück.“
Sehr geringe Fehlerquote
DAT-Kunden mit einem laufenden Silverdat-Vertrag können nach Vereinbarung die VIN-Abfrage nutzen. Sie erhalten durch Eingabe der Fahrgestell- beziehungsweise VIN-Nummer (Vehicle-Identification-Number) alle Informationen wie beispielsweise die Serien- und Sonderausstattungen inklusive empfohlenem Einkaufs-/Verkaufspreis für das Fahrzeug. Zudem lassen sich über die Funktion schneller die richtigen Ersatzteile zuordnen.
Dabei greift die DAT auf Informationen direkt aus den Produktionsrechnern der angeschlossenen Hersteller zurück. Zusamen mit den eigenen Information, die die DAT über die Jahre hinweg gesammelt hat, lassen sich Fahrzeuge somit genau identifizieren. „Die Trefferquote liegt bei der Fahrzeugidentifikation über 99,4 Prozent“, erklärt Trede im Gespräch mit »kfz-betrieb«.
Vorsicht bei Internetpreisen
Zusätzlich lassen sich über Schnittstellen zu externen Internetdienstleistern die Fahrzeugverkaufswerte noch mit den Preisen in den gängigen Automobilbörsen abgleichen. „Mit all diesen Funktionen sparen die Autohändler nicht nur Geld sondern auch Zeit. Viele Verkäufer orientieren sich leider nur an den Preisen, die sie im Internet finden“, sagt Trede.
Das sei meist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, da die Händler die Preise und die Fahrzeuge wesentlich intensiver prüfen müssen. Eventuell ist der Fahrzeugkauf mit Zusatzkosten verbunden oder es handelt sich um einen Unfallwagen. Diese Faktoren können laut Trede eine genaue Fahrzeugbewertung anhand der reinen Onlinebörsen-Preise erschweren.
Zuwachsraten von zehn Prozent
Derzeit laufen monatliche VIN-Abfragen im „sechsstelligen Bereich“ über die Server der DAT. Pro Abfrage berechnet das Unternehmen seinen Kunden einen Euro. „Unser Außendienst weist die Händler direkt auf die VIN-Abfrage hin, was zu einer monatlichen Steigerungsrate von fünf bis zehn Prozent führt“, so Trede weiter.
Die VIN-Abfrage ist derzeit für folgende Fabrikate möglich: Audi, BMW/ Mini (Einschränkung: von BMW nur für Kfz-Sachverständige, Versicherungen und BMW/ Mini-Vertragspartner freigegeben), Citroën, Ford, Honda, Hyundai, MAN, Mercedes-Benz, Mitsubishi, Opel, Peugeot, Porsche, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Toyota, Volkswagen und Volvo. Die Marken Renault und Nissan sollen folgen.
Unabhängig von der VIN-Abfrage prophezeit Trede für 2010 einen deutlichen Rückgang des Neuwagenabsatzes: „Wir rechnen derzeit mit den laut ZDK prognostizierten 2,8 Millionen verkauften Neuwagen im kommenden Jahr. Den Pkw-Gebrauchtwagenmarkt hingegen schätzen wir mit sechs Millionen Verkäufen als stabil ein.“
In einer der kommenden Ausgabe gibt »kfz-betrieb« ein ausführliches Anwendungsbeispiel der VIN-Abfrage in einen Autohaus.
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