Dealer-Management-System: Auf das Wesentliche fokussiert

Redakteur: Julia Mauritz

Die Einführung des DMS Attribut nutzte das Münsteraner Ford-Autohaus Fischer, das 14 angeschlossene Partnerbetriebe hat, um seine komplette IT-Landschaft zu modernisieren.

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Eigentlich hatte Günter Schiffers, Geschäftsführer des Münsteraner Ford-Betriebs Fischer gar nicht vor, ein neues Dealer-Management-System (DMS) anzuschaffen, als Jörg Sommer vom Bargteheider Softwarespezialisten Attribut im Frühjahr 2010 Kfz-Pilot präsentierte. Schließlich hatte das DMS Darts von Automotive Systems im Betrieb rund 30 Jahre lang treue Dienste geleistet und war durch die schrittweise Hinzunahme von über zehn angeflanschten Fremdprogrammen zu einer mächtigen Software gewachsen.

Allerdings hatte diese Vielzahl an Schnittstellen im Autohaus Fischer auch zu einigen Problemen geführt – vor allem das Netzwerk sei zuletzt nicht mehr stabil gelaufen, bemerkt EDV-Leiter Joachim Bachinger. Zu mangelnden Controlling-Möglichkeiten gesellten sich zeitintensive Mehrfacheingaben und eine mühsame Stammdatenpflege.

Dennoch lautete Schiffers Credo bis dahin: „Besser ein suboptimales DMS, das die Mitarbeiter beherrschen, als eine Blackbox mit verlockendem, aber letztlich unbekanntem Inhalt, die die Mitarbeiter nicht akzeptieren.“

Günter Schiffers stellte seinen Mitarbeitern im Kundendienst Kfz-Pilot trotz seiner Bedenken vor – und war von ihrer Begeisterung überrascht. „Und weil ich ein Anhänger der Demokratie bin, habe ich mich letztlich dem Willen meiner Belegschaft gebeugt und mich für eine Umstellung entschieden“, schmunzelt er und fügt hinzu: „Ich verlange von meinen Mitarbeitern, dass sie ihr Bestes bei der Arbeit geben und will ihnen dafür auch das nötige Werkzeug an die Hand geben.“

Die Einführung des neuen DMS nutzte das Autohaus, das 65 Mitarbeiter beschäftigt und 14 angeschlossene Partnerbetriebe hat, um für rund 80.000 Euro seine komplette IT-Landschaft zu modernisieren.

Schnelle Rückkehr zur Normalität

Unter anderem führte der Betrieb Terminalserver ein: Die Software wird nur an einem zentralen Server installiert und von dort aus auf die einzelnen Arbeitsrechner aufgespielt. Der Vorteil: Die Autohausmitarbeiter können von jedem beliebigen Rechner im Haus auf das Programm zugreifen und der Geschäftsführer sogar von unterwegs.

Die gute Vorarbeit des EDV-Leiters Joachim Bachinger habe die Einführung von Kfz-Pilot erheblich vereinfacht, lobt Attribut-Geschäftsführer Klaus Meier. Übliche Reibungsverluste, die bei einer Softwareumstellung vorkommen, seien im Autohaus Fischer nicht aufgetreten.

Die Umstellung selbst sei im Großen und Ganzen reibungslos verlaufen, bestätigt auch Joachim Bachinger. Die Produktivität habe zu keiner Zeit gelitten. Bereits vier Wochen nach der Einführung des neuen DMS sei fast alles wieder rund gelaufen – bis auf kleinere Abstimmungsprobleme in der Buchhaltung.

„Bürostuhl statt Ledersessel“

Seinen Händlerkollegen rät Bachinger, die Einführung eines neuen Systems akribisch vorzubereiten: „Es ist besser, einen bereits anvisierten Echtzeitstart zu verschieben, als sich nach der Umstellung über Probleme mit den Schnittstellen zu den Herstellersystemen zu ärgern.“

Seit knapp einem halben Jahr ist Kfz-Pilot jetzt im Münsteraner Autohaus im Einsatz. Die Entscheidung für Kfz-Pilot und damit für ein integriertes DMS anstelle einer modular aufgebauten Software hat der Unternehmer nicht bereut. Obgleich Darts aufgrund der Vielzahl der angeschlossenen Programme – vom Werkstattplaner bis hin zur Zeiterfassung – hinsichtlich des Funktionsumfangs kaum Wünsche offen gelassen habe.

„Man kann durchaus sagen, dass wir mit unserem alten DMS auf einem Ledersessel saßen und jetzt auf einem normalen Bürostuhl“, bemerkt Günter Schiffers. „Als Kfz-Betrieb mit einem engen Margenkorsett ist es extrem wichtig, kostenbewusst zu agieren. Wir investieren in EDV, um Prozesse zu verbessern, und es gibt keinen Spielraum für Nice-to-have-Funktionen“, fügt der Geschäftsführer hinzu. Der Funktionsumfang von Kfz-Pilot genüge den Anforderungen des Betriebs voll und ganz, versichert er.

Deutlich gesunkene Supportkosten

Durch die geringere Anzahl an Programmen hätten sich die monatlichen Supportkosten fast halbiert, freut sich der Inhaber des Ford-Betriebs.

Gleichzeitig sei der Bedienungskomfort deutlich gestiegen. So müssten die Mitarbeiter nicht mehr wie zuvor zwischen verschiedenen Programmen hin- und herspringen.

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