Perspektiven für den freien Handel
Dem freien Autohandel droht nicht das Aus
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Die Pläne der Hersteller haben keine dramatischen Konsequenzen für den freien Handel. Trotz Agenturmodellen wird es immer irgendwo ein Zuviel an Autos geben. Für die ist dann der freie Handel willkommener Abnehmer und parallele Vertriebsschiene zum Markenhandel.
Der freie Fahrzeughandel lebt von Kurzzulassungen, Parallelimporten aus EU-Ländern und Rückläufern aus dem Leasing- und Vermietgeschäft. Wenn die Hersteller nach und nach auf den Agenturvertrieb umstellen, könnte dieser Geschäftszweig vor dem Aus stehen. Denn dann sollte es – theoretisch – keine Überproduktion und keine Preisunterschiede mehr geben. Freie Händler, die jetzt Herzklopfen bekommen, können aufatmen. Sehr wahrscheinlich wird sich nichts ändern, meinen Branchenkenner. Denn es gibt immer irgendwo ein Zuviel an Ware, sagt Dr. Michael Plötscher, Geschäftsführer des APEG Automarkt im Allgäu. In so einem Fall klingelt das Telefon bei Großhändlern, die schnell mal 200 bis 300 Fahrzeuge abnehmen können; zu außerordentlich günstigen Konditionen versteht sich. Die wiederum verkaufen sie an Händler und Endkunden weiter.
Auch Ansgar Klein, geschäftsführender Vorstand des Bundesverbands freier Kfz-Händler (BVfK), bleibt gelassen: Er geht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen zugunsten freier Händler eher verbessern werden, als dass deren Marktlücke geschlossen wird. Ein deutliches Indiz dafür sei, so Klein, dass die Überproduktion schneller zurückgekehrt sei als erwartet.
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