Ausbildung Der 45-jährige Oldtimer-Azubi

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Es gibt sie immer wieder: Menschen mit beruflichen Lebensläufen, die nicht nach Schema „F“ verlaufen. So wie im Fall von Gregor Kunkel. Der Diplom-Ingenieur Architektur hatte vor 2,5 Jahren eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gestartet.

Mit 45 entschied sich der Architekt Georg Kunkel zu einer beruflichen Neuorientierung und erlernte den Beruf des Kfz-Mechatronikers.(Bild:  Autohaus Göbel)
Mit 45 entschied sich der Architekt Georg Kunkel zu einer beruflichen Neuorientierung und erlernte den Beruf des Kfz-Mechatronikers.
(Bild: Autohaus Göbel)

Die Gründe sind zahlreich: Für den einen bzw. die eine war die Entscheidung als junger Mensch diese oder jene berufliche Richtung einzuschlagen eine „Momententscheidung“. Jahre später korrigiert er oder sie diese. Für andere war die ursprüngliche Wahl des Jobs auch im Nachhinein die richtige, aber nur eben einen, die nicht ausreichend ausfüllt – ihnen gelüstete irgendwann nach mehr. Letzteres war bei Gregor Kunkel der Fall. Der hatte einst ein Studium als Basis für seinen beruflichen Werdegang gewählt und war Diplom-Ingenieur Architektur geworden. Doch im „zarten“ Alter von 45 Jahren entschied er: Da geht noch was, was mit Auto im Allgemeinen und Oldtimern im Besonderen. Und so entschloss sich Kunkel zu einer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

Als langjähriger Mercedes-Benz-Partner kümmert sich Göbel Classic allen voran um Nachkriegsmodelle der Stuttgarter Marke.(Bild:  Autohaus Göbel)
Als langjähriger Mercedes-Benz-Partner kümmert sich Göbel Classic allen voran um Nachkriegsmodelle der Stuttgarter Marke.
(Bild: Autohaus Göbel)

Die absolvierte er im Autohaus Heinrich Göbel, dem größten und ältesten Ausbildungsbetrieb im Landkreis Offenbach. Genauer gesagt bei Göbel Classics, einer Niederlassung der Heinrich Göbel GmbH in Dreieich. Die Klassiksparte des Betriebes widmet sich markenübergreifend der Wartung, Reparatur und Restaurierung historischer Fahrzeuge und deckt dabei auch die Bereiche Oldtimerverkauf, -Vermittlung und die gezielte Suche nach Oldtimern im Kundenauftrag an. Der Centerleiter von Göbel Classics, Thomas Henze, erkannte das Potenzial in Gregor Kunkel und zögerte nicht lange, ihm die Chance eines beruflichen Neuanfangs zu geben. „Bereits das erste Telefonat mit unserem potenziellen neuen Azubi war derart positiv, dass eine Bewerbung beinahe schon obsolet war“, berichtet Henze.

Stift Kunkel absolvierte die Ausbildung in verkürzten 2,5 Jahren. Und nicht nur das: Seine außergewöhnlichen Leistungen würdigten die Verantwortlichen mit der Ehrung als Hessens-Bester. „Wir investieren ganz bewusst jedes Jahr rund 1,5 Mio. Euro in die Zukunft unserer Auszubildenden“, erklärte Geschäftsführer Stefan Göbel. „Die Begeisterung und der Einsatz – in diesem Fall nicht nur junger Menschen sind die Grundlage für Innovation und Qualität im Kfz-Handwerk.“ Seit Jahrzehnten sieht sich das Autohaus als verlässlicher Partner, wenn es um fundierte Ausbildung im Automobilbereich geht. Viele ehemalige Auszubildende haben ihren Weg innerhalb des Unternehmens gemacht. Über 70 Prozent der Führungskräfte kommen aus den eigenen Reihen.

Über Heinrich Göbel
Gegründet wurde die Heinrich Göbel GmbH 1924 in Neu-Isenburg. Aus der Reparaturwerkstatt entwickelte sich ein Unternehmen mit rund 330 Mitarbeitern, das jetzt in der dritten Generation von Stefan Göbel und Christoph Schmitt geführt wird. Das Team agiert als Partner für Mercedes-Benz, smart, Ford und Ford Trucks und betreibt neben dem Stammhaus in Neu-Isenburg Niederlassungen in Dreieich, Langen, Seligenstadt, Hattersheim, Kelkheim und Frankfurt. Darüber hinaus betreibt das Familienunternehmen mit „Gorillas and Cars“ ein Autohaus-Café in Frankfurt-Sachsenhausen und widmet sich mit „Göbel Classics“ dem Verkauf und der Reparatur von Mercedes-Benz-Klassikern. Weitere Informationen unter www.mb-goebel.de.

Dossier: Classic Business

Instandhaltung, Messen und Betrugsfälle

(Bildquelle: VCG)

Historische Fahrzeuge und vor allem Youngtimer sind immer öfter Teil des Werkstattalltags. Kfz-Betriebe, die sich auf diese Arbeiten einstellen, können zusätzliche Umsätze generieren. Allerdings ist der richtige Umgang mit diesen Fahrzeugen entscheidend. Erfahren Sie im Online-Dossier Classic Business, worauf es in Fragen der Ersatzteil-Beschaffung, der Pflege und Im Fall von Fälschungen ankommt.

(ID:50770292)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung