Gebrauchtwagen Der Markt wächst, die Standzeiten steigen

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Gebrauchtwagen-Verkäufer haben derzeit gut zu tun, die Zahl der Besitzumschreibungen steigt weiter. Doch ein Selbstläufer ist der Markt nicht, wie längere Standzeiten und sinkende Preise zeigen.

Gebrauchtwagen sind besser verfügbar als im letzten Jahr. Dafür gibt es an anderer Stelle Probleme.(Bild:  Grimm – VCG)
Gebrauchtwagen sind besser verfügbar als im letzten Jahr. Dafür gibt es an anderer Stelle Probleme.
(Bild: Grimm – VCG)

Monat für Monat erholt sich der Gebrauchtwagenmarkt ein Stückchen mehr. Im Oktober erreichte die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen sogar einen neuen Höhepunkt: Sie kletterte um 17,2 Prozent – das war das bei Weitem stärkste prozentuale Wachstum im laufenden Jahr. Allerdings liegt der Markt mit 518.299 Pkw-Verkäufen noch immer 120.000 Einheiten unter dem Marktvolumen der Vor-Corona-Zeit.

Wie viele Einheiten fehlen, zeigt sich auch beim Blick auf den Gesamtmarkt: Seit Jahresstart vermeldet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 5,07 Millionen Pkw-Halterwechsel. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum summiert sich das Volumenwachstum damit auf inzwischen 7,2 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2019 fehlen allerdings schlicht 1,1 Millionen Besitzumschreibungen.

Das wachsende Angebot scheint gleichzeitig die Preise weiter unter Druck zu setzen. Wie schon in den Monaten zuvor ist der durchschnittliche Angebotspreis laut der Onlinebörse Autoscout 24 zurückgegangen: um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auf der Plattform werden im Schnitt 27.635 Euro für ein Fahrzeug gefordert. Allerdings meldet die Plattform Mobile.de für den Monat Oktober stabile Angebotspreise von 33.349 Euro.

Einig sind sich beide Plattformen in der Beobachtung, dass die Preise in den teureren Segmenten stärker unter Druck sind als in den günstigeren Fahrzeugklassen. Dazu passt auch eine Meldung der DAT, dass die Gebrauchtwagenpreise im Schnitt unter Druck stehen würden, Kleinwagen allerdings sehr gefragt seien – und preislich sogar zulegen würden. Unverändert ist laut Mobile.de zudem der Trend, dass die Standzeiten steigen.

Parallel zum wachsenden Volumen im Pkw-Segment legte im Oktober auch der Markt für gebrauchte Lkw zu. Laut dem KBA wurden 31.954 Lkw-Besitzumschreibungen gezählt. Das war ein Plus um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Markt ist seit Jahresstart um 5,2 Prozent im Plus (327.000 Einheiten). Auch im Bereich Zugmaschinen ist ein deutliches Wachstum zu verzeichnen (+7,4 %). Anders der Gesamtmarkt: Er ist seit Jahresstart deutlich rückläufig (-4,5 %).

Dagegen passierte im Omnibus-Segment im Oktober wenig (-18,0 %), das allerdings mit 318 Umschreibungen sehr schmal ist. Das gilt auch für das Gesamtjahr mit 4.353 Besitzumschreibungen (-3,9 %). Positiv hat sich die Nachfrage nach gebrauchten Krafträdern entwickelt: Dieser Bereich legte um 18,2 Prozent auf 32.000 Einheiten zu.

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