Antriebsarten Deutsche Autofahrer greifen noch immer gerne zum Selbstzünder

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Wer Diesel anbietet, verkauft ihn auch gut – das belegen die aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts für 2025. Die Marke mit dem höchsten Dieselanteil unter den Pkw-Neuzulassungen ist trotzdem eine Überraschung.

Dieses Exemplar des VW Tayron ist ein Diesel. Doch das legendäre Kürzel „TDI“ steht nicht mehr drauf – so weit ist es schon.(Bild:   Mauritz – VCG)
Dieses Exemplar des VW Tayron ist ein Diesel. Doch das legendäre Kürzel „TDI“ steht nicht mehr drauf – so weit ist es schon.
(Bild: Mauritz – VCG)

Der Dieselanteil unter den Neuzulassungen ist 2025 auf ein historisches Tief gesunken: Nur noch in 13,8 Prozent der Neuwagen des vergangenen Jahres arbeitet ein Selbstzünder. Doch liegt der Grund dafür in einer bewussten Abkehr der Kunden von diesem Antriebsprinzip? Oder ist vielmehr das immer kleinere Angebot an Dieselmotoren schuld am sinkenden Marktanteil? Denn was nicht angeboten wird, kann der Kunde auch nicht kaufen.

Immer mehr Marken haben den Ölmotor bereits komplett aus ihrem Programm verbannt. Die Hersteller sparen sich damit die Entwicklung einer zweiten Verbrennungsmotor-Variante, die in Sachen Abgasreinigung sehr hohe Anforderungen stellt und damit hohe Entwicklungs-, Homologations- und Produktionskosten aufwirft. Und da der Diesel zudem fast nur in Europa nachgefragt wurde, haben wahrscheinlich viele vor allem japanische Hersteller heimlich aufgeatmet, dass sie von dieser Last nun befreit sind. Aber auch manche europäische Marke mit ehemals hoher Dieselkompetenz verzichtet mittlerweile auf diesen sparsamen Antrieb – beispielsweise Volvo, oder auch Renault in allen neuen Baureihen.