Deutscher Werkstattpreis 2016: Kunden als Teil der Familie

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Kunden wollen einen Ansprechpartner in der Werkstatt haben – und im Autohaus Schroers in Mönchengladbach bekommen sie den auch. Für Stephan Schroers ist dies das Erfolgsgeheimnis seines Betriebs.

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Schroers hat sich vom reinen Toyota-Autohaus zum Allrounder gewandelt.
Schroers hat sich vom reinen Toyota-Autohaus zum Allrounder gewandelt.
(Bild: Wenz)

Persönlicher Kontakt, immer einen Ansprechpartner haben, der Kunde ist König – wie oft hört man diese Floskeln im Zusammenhang mit dem Servicegeschäft. Die meisten Kfz-Betriebe richten sich auch danach, und deshalb sind diese Dinge heute eigentlich schon keine Besonderheit mehr. Im Autohaus Schroers geht man allerdings einen Schritt weiter: „Wir sehen unsere Kunden nicht nur als Kunden, sondern als Teil der Familie“, erklärt Inhaber Stephan Schroers.

Sein Team versuche, für die „Familienmitglieder“ jederzeit eine Wohlfühlatmosphäre im Autohaus zu schaffen. Das beginnt schon damit, dass es morgens Brötchen und Kaffee für die Kunden zum Frühstück gibt. Am Nachmittag können sich die Wartekunden beim Bäcker nebenan mit Cappuccino und Kuchen kostenlos verwöhnen lassen.

Aber auch in der hauseigenen Cafeteria findet die Kundschaft immer kostenlose warme und kalte Getränke sowie kleine Snacks. Schroers selbst sieht sich als Chef zum Anfassen, sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Kunden. So sei das „Schwätzchen“ zwischendurch ebenso wichtig wie die spontane Hilfe im Notfall.

Treue Kunden

Dass sich dieses Engagement des Mönchengladbacher Autohauses lohnt, zeigen die rund 4.000 Stammkunden in der „Familiendatei“. Dabei hat das Autohaus eine bewegte Geschichte hinter sich: Das 1968 gegründete Unternehmen startete mit einem Ford-Händlervertrag, den es 1973 von sich aus kündigte.

Damals wurde Schroers in Mönchengladbach einer der ersten Toyota-Händler in Deutschland. Den Toyota-Vollvertrag gab Schroers im Jahr 2008 ab, da die Neubauforderungen des Kölner Importeurs aus seiner Sicht überzogen waren. Zwischenzeitlich hatte der Betrieb auch noch Daihatsu dazugenommen – ohne zu ahnen, dass sich diese japanische Marke komplett vom deutschen Markt verabschieden würde. Immerhin, der Toyota-Servicevertrag ist Schroers geblieben.

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Der Unternehmer hadert aber nicht mit seinem Schicksal, schließlich hat sich für ihn alles zum Besten gewendet: Die Werkstatt ist ausgelastet, und auch im Verkauf hat sich rein stückzahlmäßig nicht viel verändert. Über die Einkaufsgemeinschaft Automobil (EGA) hat Schroers im Jahr 2015 rund 260 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge verkauft.

Der einzige Unterschied: Im Verkauf und in der Werkstatt kümmert sich das Autohaus heute um alle Marken. Und das Wichtigste sind ohnehin die Kunden, die Schroers über die Jahre treu geblieben sind. Klar, als Familienmitglied kehrt man seinem Betrieb eben nicht so schnell den Rücken zu.

Top-Ten-Betrieb beim Deutschen Werkstattpreis 2016

Die familiäre Atmosphäre hat auch die Jury des Deutschen Werkstattpreises beeindruckt. Deshalb ist das Autohaus Schroers einer der Betriebe, die es beim Branchenwettbewerb Deutscher Werkstattpreis in die Top Ten geschafft haben. Von den Serviceleistungen des Betriebs überzeugte sich die Jury persönlich. Sie ist besetzt mit Vertretern der Redaktion »kfz-betrieb« sowie des Sponsors Automechanika Frankfurt.

Wer die ersten Plätze des Deutschen Werkstattpreises 2016 belegt, erfahren die Interessenten bei der Preisverleihung am Abend des 27. Oktober, die quasi der Auftakt zur Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe ist, die am 28. Oktober 2016 im Würzburger Vogel Convention Center stattfindet. Angemeldete Besucher der Fachtagung können kostenlos an der feierlichen Veranstaltung teilnehmen.

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