DAT-Report 2024 Die Bedeutung der Finanzierung hat sich verschoben

Von Dr. Martin Achter 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Art und Weise, wie Menschen den Kaufpreis für ein Auto aufbringen, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Trotz hoher Zinsen liegt der Stellenwert der Finanzierung nicht zwingend niedriger, wie der neue DAT-Report zeigt.

Ersparnisse und Geld aus der Inzahlungnahme des bisherigen Fahrzeugs spielen für Verbraucher eine immer größere Rolle. Das Geschäft mit Finanzierungen leidet aber trotz des hohen Zinsniveaus offenbar nicht, wie Daten aus dem neuen DAT-Report zeigen.(Bild:  Achter – VCG)
Ersparnisse und Geld aus der Inzahlungnahme des bisherigen Fahrzeugs spielen für Verbraucher eine immer größere Rolle. Das Geschäft mit Finanzierungen leidet aber trotz des hohen Zinsniveaus offenbar nicht, wie Daten aus dem neuen DAT-Report zeigen.
(Bild: Achter – VCG)

Autos sind ein teures Gut. Daran zweifelt wohl niemand. Doch auch wenn Verbraucher hohe Teile eines Jahreseinkommens aufbringen müssen, um etwa den Kauf eines Neuwagens zu finanzieren: Sie fahren gerne Auto. Angesichts der wirtschaftlichen Gesamtlage zögern sie die Entscheidung für einen Kauf aber spürbar hinaus. Und: Trotz hoher Finanzierungskosten verlieren Kredite nicht überall an Bedeutung – je nach Fahrzeugart aber durchaus. All diese Befunde liefert der DAT-Report 2024, den die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) kürzlich vorgestellt hat.

Für einen Neuwagen gaben Verbraucher 2023 laut DAT-Report im Schnitt 44.630 Euro aus. Diese Summe entsprach rund 80 Prozent des durchschnittlichen Jahreshaushaltsnettoeinkommens von 55.632 Euro. Vor fünf Jahrzehnten, als der DAT-Report zum ersten Mal erschien (1974), gaben Verbraucher nur 38 Prozent des Geldes, das ihnen jährlich zur Verfügung stand, für ein neues Auto aus. Und neben den Lebenshaltungskosten stiegen in den vergangenen Jahren auch die Preise für Fahrzeuge deutlich.