„Die ersten Ford-Stores eröffnen in diesem Jahr“

Von Julia Mauritz

Anbieter zum Thema

Zwischen 60 und 90 exklusive Ford-Stores soll es künftig geben. Nur sie dürfen Mustangs verkaufen. Bewerben kann sich jeder Händler, wenn er – so Ford-Vertriebschef Wolfgang Kopplin – mindestens 120.000 Euro aufbringen kann.

(Foto:  Mauritz)
(Foto: Mauritz)

Redaktion: Anfang 2015 kommt der lang ersehnte Ford Mustang nach Deutschland. Wie sieht es mit der Produktionskapazität aus?

Wolfgang Kopplin: Wir stellen uns auf Lieferzeiten ein. Wir merken schon jetzt, dass die Nachfrage die Produktionskapazitäten übersteigen wird. Ich rechne aber damit, dass wir 2015 hierzulande bis zu 2.000 Mustangs auf die Straße bringen werden.

Kann künftig jeder Ford-Händler den Mustang verkaufen?

Künftig werden die neuen Ford-Stores das optimale Kundenerlebnis unserer Marke vorleben und den Mustang sowie andere Produkte exklusiv verkaufen. Jeder Händler kann sich für einen Ford-Store bewerben, sofern er die geforderten Markenerlebnis-Standards erfüllt. Die wichtigste Voraussetzung ist die Bereitstellung eines exklusiven Ford-Schauraums. Das Konzept steht, die Details besprechen wir aktuell mit dem Händlerbeirat und dem Ford-Partnerverband. Die Ford-Stores sollen künftig als Leuchttürme fungieren und die Faszination Ford erlebbar machen, indem vor allem die Marken-Ikonen ansprechend und exklusiv präsentiert werden.

Wie viele Ford-Stores soll es künftig geben, und wann wird die Umsetzung abgeschlossen sein?

Wir peilen bundesweit über die Zeit zwischen 60 und 90 Ford-Stores an. Wichtig ist uns, in ganz Deutschland flächendeckend präsent zu sein. Wir setzen bewusst nicht auf eine Mehrmarken-Strategie. Die ersten Ford-Stores werden wir noch in diesem Jahr eröffnen und dann sukzessive das Netz komplettieren.

Wie viel Geld muss ein Händler für einen Ford-Store in die Hand nehmen?

Für einen bestehenden Betrieb beträgt das Investitionsvolumen zwischen 120.000 und 140.000 Euro.

Das ist eine stolze Summe. Wie stellt sich die Renditesituation im Handel aktuell dar?

Uns war klar, dass aufgrund unserer strategischen Umstellung im Vertrieb die Bäume vor allem im ersten Halbjahr 2013 nicht in den Himmel wachsen würden. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres hat sich die Renditesituation hingegen für die meisten unserer Händler deutlich verbessert. Erfreulich ist, dass unser Händlernetz auch 2013 gesund geblieben ist und so die Umstellung unserer Vertriebsstrategie voll mitgetragen hat. Davon profitieren wir nun gemeinsam, und die Kennzahlen weisen in die richtige Richtung. Für 2014 haben wir uns eine Umsatzrendite des Handels von 1,5 Prozent als Ziel gesetzt. Um die wirtschaftliche Situation im Handel weiter zu verbessern, wollen wir künftig auch die Marge noch zielorientierter ausrichten und somit bessere und vom Unternehmer bewusst steuerbare Erträge generieren. Die genaue Ausgestaltung und Umsetzung erarbeiten wir aktuell – wie gewohnt in enger Zusammenarbeit mit den Beiräten und dem Partnerverband.

Redaktion: Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis im ersten Quartal 2014?

Wolfgang Kopplin: Mit 49.230 Pkw konnten wir unsere Neuzulassungen im ersten Quartal um 25,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2013 steigern und damit deutlich stärker wachsen als die Industrie. Auf das Gesamtjahr blicken wir optimistisch: Wir haben eine ordentliche Orderbank aufgebaut und peilen mindestens einen Marktanteil von sieben Prozent an.

Wird Ford auch 2014 zu den Fabrikaten mit der niedrigsten Eigenzulassungsquote gehören?

Ja, wir behalten unsere Strategie „Verkaufen ohne Umwege“ konsequent bei. In den ersten beiden Monaten des Jahres lag unsere Eigenzulassungsquote bei gerade einmal 17 Prozent – das ist im Branchenvergleich ein sehr geringer Wert. Der Großteil unserer Kunden ist durchaus bereit, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen für einen individuell konfigurierten und fabrikfrischen Neuwagen – auch im Kleinwagensegment.

(ID:42621592)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung