Die großen Autohändler: Jürgens-Gruppe
Das Autohaus Jürgens nimmt häufig eine Vorreiterrolle ein, ob bei Verkaufsgesprächen via Videotelefonie oder neuen Servicekonzepten. Sowohl die Daimler AG als auch die Jürgens-Gruppe drehen nun die Außendarstellung und inneren Prozesse auf links.

in Kunde betritt das Autohaus; die Mitarbeiterin am Empfang verweist ihn an einen zuständigen Serviceberater und wendet den Blick wieder ab, um in der Auftragserstellung zu verschwinden. Wenige Meter entfernt sucht eine junge Familie im Ausstellungsraum nach einem freien Verkaufsberater, um sich über die Produkte zu informieren – ohne Erfolg.
Szenen wie diese gibt es täglich in Autohäusern, erklärt Daniel Junker, Leiter IT und Revision vom Autohaus Jürgens, und fragt, ob diese Abläufe zukunftsfähig sind. Ob die Kunden diese alteingesessenen Prozesse weiterhin akzeptieren, während ihr Onlineversandhändler die Bestellung, auf die Sekunde pünktlich, mittels Drohne vor die Haustür legt. „Der Wunsch nach Gewohnheit weicht dem Anspruch zur Vereinfachung und dem damit verbundenen Erlebnis“, liefert Junker gleich die Antwort auf seine Frage. Diese Entwicklung hat die Daimler AG erkannt und unter anderem das Programm Rex Base entwickelt. Während schon heute Connect-Me-Dienste dem Mercedes-Autohaus wichtige Daten zum Kundenanliegen liefern und somit die digitale Schnittstelle zwischen Kunde und Autohaus darstellen, arbeitet der Konzern auch an einem neuen Kundenerlebnis und den entscheidenden Prozessen im Autohaus. „Der Automobilhandel wird sich in den nächsten drei Jahren stärker verändern, als er es in den letzten 30 Jahren getan hat“, sagt Junker.
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