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Die GVO in der Prüfungsphase

| Autor / Redakteur: Die Fragen stellte Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Die EU-Kommission prüft derzeit, ob und wie die GVO weiterentwickelt werden soll. ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann schildert den aktuellen Stand der Dinge und die Forderungen des Verbands.

Antje Woltermann: „Wir haben uns, wie sehr viele Marktteilnehmer auch, von Anfang an für eine neue Vertikal-GVO ausgesprochen.“
Antje Woltermann: „Wir haben uns, wie sehr viele Marktteilnehmer auch, von Anfang an für eine neue Vertikal-GVO ausgesprochen.“
(Bild: Promotor)

Antje Woltermann: Die EU-Kommission wird Mitte bis Ende des zweiten Quartals 2020 ihren Bericht, das sogenannte Staff Working Document, veröffentlichen. Darin niedergelegt sein wird, wie sich die Vertikal-GVO nebst Leitlinien bisher bewährt hat. Im Anschluss daran, das heißt wohl nach der Sommerpause, geht es an die Policy Options. Das bedeutet, dass dann darüber nachgedacht wird, welche Möglichkeiten für die Zeit ab 1.6.2022 in Betracht kommen.

Welche Optionen sind hinsichtlich der Zukunft der Vertikal-GVO denkbar?

Denkbar sind folgende Optionen: Die Vertikal-GVO wird nicht erneuert, und es gibt nur Leitlinien. Oder die Vertikal-GVO wird in der heutigen Form verlängert, und lediglich die Leitlinien werden angepasst. Oder die Vertikal-GVO wird verändert, und auch die Leitlinien werden neu formuliert. Ich halte die dritte Option für am wahrscheinlichsten. Es wird einige Veränderungen im Text der Verordnung geben, größere Veränderungen sind in den Leitlinien zu erwarten.