Marktindex Die Stimmung der Freizeitmobil-Händler trübt sich ein

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Aktuell belastet der Mangel an Fahrzeugen und Fachkräften in Kombination mit hohen Preisen und Zinsen die Freizeitmobil-Händler. Wie diese die Zukunft einschätzen, bringt eine repräsentative Befragung von GSR und Miios an den Tag.

Die Caravan-Händler könnten aktuell deutlich mehr Fahrzeuge verkaufen. (Symbolfoto).(Bild:  Marnet)
Die Caravan-Händler könnten aktuell deutlich mehr Fahrzeuge verkaufen. (Symbolfoto).
(Bild: Marnet)

Volle Auftragsbücher, volle Campingplätze, volle Messehallen – das Interesse an Reisemobilen und Wohnwagen ebbt nicht ab. Eitel Sonnenschein herrscht in der Caravaning-Branche jedoch nicht. Das bringt eine repräsentative Befragung von 100 Caravaning-Händlern an den Tag, die die Augsburger GSR Unternehmensberatung und die Nürnberger Marktforschung Miios im April durchgeführt hatten. Zu den belastenden Faktoren zählen die weiterhin extrem langen Lieferzeiten in Kombination mit steigenden Preisen und Zinsen. Wer heute ein Reisemobil bestellt, muss bei der Auslieferung nicht selten einen vierstelligen Eurobetrag mehr bezahlen. Die Folge: Der Stimmungswert ist mit 93 Punkten um 7 Punkte im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Jeder zweite Händler gab in der Befragung an, dass er im laufenden Jahr mit einem rückläufigen Reisemobilgeschäft rechnet. 2022 waren es 41 Prozent. Bei Caravans erwarten 47 Prozent einen Rückgang. Im Vorjahr waren es 31 Prozent.

Ein Faktor ist dabei die fortschreitend schlechte Verfügbarkeit von Ware, auch wenn sich die Lieferzeiten scheinbar etwas entspannen. 42 Prozent der Händler berichten zwar weiterhin von Lieferzeiten von über einem Jahr, 2022 waren es mit 71 Prozent der Händler deutlich mehr. Umgekehrt ist der Trend bei den Preisen: Rund die Hälfte der Händler rechnet mit teureren Reisemobilen und Wohnwagen, etwa ein Drittel erwartet stabile Preise.

Vermietgeschäft wird wichtiger

Gerade mit Blick auf den erwarteten Rückgang im Verkauf gewinnt das Vermietungsgeschäft für die Fachhändler weiter an Bedeutung. Jeder vierte befragte Händler erwartet auch für die Zukunft ein weiter steigendes Geschäft bei der Vermietung von Reisemobilen. Bei den Caravans sind es 18 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte der Caravan-Händler rechnet mit einem konstanten Geschäft. Dabei gehen 60 Prozent der Reisemobil-Händler von steigenden Mietraten aus.

„Die Vermietung von Reisemobilen ist bei den langen Lieferzeiten derzeit auch ein Weg, um Enttäuschungen bei Kaufwilligen abzufedern“, bemerkt Niklas Haupt, Geschäftsführer von Miios.

Der Ausblick der Caravan-Händler für die nächsten zwei bis drei Jahre ist uneinheitlich: 23 Prozent der befragten Händler rechnen mit einem steigenden beziehungsweise stark steigenden Geschäft. 22 Prozent gehen von einem abnehmenden Geschäft aus. Etwa die Hälfte aller Befragten sieht eine stabile Entwicklung.

Als besondere Herausforderung für die Zukunft werten die Betriebe dabei die Suche nach geeigneten Fachkräften. Jeder zweite Händler wertet den Fachkräftemangel als problematisch. Im Vorjahr waren es mit 36 Prozent deutlich weniger.

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