Pkw-Besitzumschreibungen Die wenigen Gebrauchten werden immer älter

Von Andreas Grimm

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Der Pkw-Gebrauchtwagenmarkt bleibt weiterhin im Minus. Allerdings schwächt sich der prozentuale Rückgang ab. Gleichzeitig ist eine Veränderung in der Altersstruktur der gehandelten Fahrzeuge festzustellen.

Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt rückläufig, gleichzeitig werden die Autos immer älter.(Bild:  Seyerlein/»kfz-betrieb«)
Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt rückläufig, gleichzeitig werden die Autos immer älter.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt weiterhin stark rückläufig. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, wechselten im August 2022 nur noch 474.879 Pkw den Halter. Das waren 18,0 Prozent weniger als im bereits schwachen Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Im August 2019 wurden noch gut 600.000 Pkw umgeschrieben.

Damit reiht sich der August nahtlos ein in die Vormonate: Seit Jahresstart stürzte der Pkw-Gebrauchtwagenmarkt um 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Laut dem KBA fanden nur 3,81 Millionen Pkw einen neuen Halter – bzw. fanden Gebrauchtwagen-Suchende ein passendes Fahrzeug.

Der wichtigste Grund für den fortlaufenden Rückgang der Zahlen ist der fehlende Neuwagen-Nachschub wegen der derzeit noch überlangen Lieferzeiten für Neuwagen. Es fehlt an jungen Gebrauchten. Dazu passt auch eine Meldung des Gebrauchtwagenportals Mobile.de. Auf dieser Plattform steigt das durchschnittliche Alter der angebotenen Fahrzeuge immer weiter an. Derzeit liegt der Wert bei 43,9 Monaten. Vor Jahresfrist waren es rund 40 Monate.

Gleichzeitig steigen die Angebotspreise auf der Plattform immer weiter an. Der geforderte Durchschnittspreis lag im August 2022 bei 32.277 Euro. Das sind 18,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig ist es der höchste Preis, der seit Beginn des Autobarometers 2009 für Pkw auf Mobile.de verlangt wurde.

Nutzfahrzeug-Nachfrage stabilisiert sich

Im Nutzfahrzeugsegment hat sich die Situation im August dagegen etwas entspannt. Laut dem KBA sank die Zahl der Lkw-Umschreibungen „nur“ um 9,3 Prozent auf 29.025 Einheiten. Damit fiel der Rückgang einerseits weniger deutlich aus als im Juli (-15,4 %) und bleibt andererseits auch hinter der bisherigen Gesamtjahresentwicklung (-11,0 %) zurück.

Im kleineren Segment der Zugmaschinen legten die Umschreibungen sogar um 2,3 Prozent auf knapp 11.000 Einheiten zu. Bei den Bussen waren dagegen nur 493 Halterwechsel zu verzeichnen (-27,5 %). Auch die Besitzumschreibungen der Krafträder legten entgegen der Jahrestendenz deutlich zu (+8,3 %).

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