Diese Autos haben Geschichte geschrieben

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Ein weiterer 90er-Jahre-Coup von Toyota war die Einführung des Hybridantriebs. Statt wie europäische Hersteller auf den Diesel, setzten die Japaner auf einen Mix aus Benziner und E-Motor als Effizienzalternative. 1997 kam mit dem Prius I das erste Großserienmodell mit einem solchen Vollhybridantrieb auf den Markt. Obwohl das genial gedachte, komplexe Zusammenspiel von Benziner und E-Motor unbestreitbare Verbrauchsvorteile bot, wurde das Prinzip vor allem von der deutschen Autoindustrie als zu teuer und zu ineffizient im Langstreckeneinsatz kritisiert. VW, Mercedes oder BMW setzten weiter konsequent auf den Diesel. Toyota hingegen entwickelte den Hybridantrieb beharrlich weiter und konnte weltweit zunehmend mehr Fans gewinnen.

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Mittlerweile haben die Japaner vom Kleinwagen bis zum Luxussportler so ziemlich alle Segmente hybridisiert und bereits mehr als 11 Millionen Autos mit dieser Technik verkauft. Auf diesen Erfolg haben zum Teil mit deutlicher Verspätung alle größeren Hersteller reagiert und Hybrid-Technik in unterschiedlichen Ausprägungen in ihre Modellpaletten aufgenommen.

Elektromobilität auf neuem Niveau

Eine noch radikalere Elektrifizierung des Antriebs hat Tesla gewagt. Das 2003 gegründete US-Unternehmen stellte 2006 nach drei Jahren Entwicklungszeit den auf der Lotus Elise basierenden Roadster vor, der nicht nur emissionsfrei, sondern außerdem extrem spaßbetont fuhr. Die Idee des Elektroautos war zwar keineswegs neu, wurde von Tesla aber auf ein neues Niveau gehievt.

Der Clou war dabei, mehrere tausend handelsübliche Lithium-Ionen-Zellen, wie sie etwa für den Betrieb von Laptops verwendet wurden, zu bündeln. Dieser XXL-Stromspeicher war in Hinblick auf seinen Leistungsfähigkeit und Reichweite dank der Lithium-Technik allen bisherigen E-Fahrzeugen überlegen. Mit der Einführung des Model S im Jahr 2011 stieg Tesla zum Autokonzern auf, der den etablierten Herstellern vorgemacht hat, wie man marktfähige Elektroautos baut.

Eine andere bereits bekannte, aber in seiner Perfektion neu gedachte Errungenschaft zeichnete den 1996 eingeführten Mercedes-Roadster SLK aus. Statt ihn, wie bei Cabriolets dieser Zeit üblich, mit einem variablen Stoffdach zu bauen, verpasste der Stuttgarter Konzern dem Zweisitzer eine faltbare Haube aus Metall. Mit dieser Lösung konnte Mercedes einen Sportwagen anbieten, der Frischluftvergnügen und hohen Komfort wie kein Roadster zuvor in Einklang brachte.

Das Beispiel machte Schule und wurde von diversen anderen Autoherstellern kopiert. Vor allem in den Nullerjahren des neuen Jahrtausends gab es einen regelrechten Boom von Klappdach-Cabriolets, die mittlerweile jedoch wieder selten geworden sind. Der SLK hält dennoch in der bereits dritten Generation an seinem Erfolgsrezept fest.

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