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Digitale Fahrzeugzulassung: Eine unendliche Geschichte

| Autor / Redakteur: Yvonne Simon / Yvonne Simon

Die internetbasierte Fahrzeugzulassung soll das Zulassungswesen effizienter und einfacher gestalten. Bislang tut sie das aber kaum – Autohäuser können bis heute nicht online zulassen. Warum „i-kfz“ nicht in die Puschen kommt.

Lange Warteschlangen bei den Kfz-Zulassungsstellen sollten mit der internetbasierten Zulassung eigentlich der Vergangenheit angehören.
Lange Warteschlangen bei den Kfz-Zulassungsstellen sollten mit der internetbasierten Zulassung eigentlich der Vergangenheit angehören.
(Bild: picture-alliance / Marc Müller | Marc Müller)

Einen Neuwagen zulassen – Mitte März war dieser Standardvorgang fast so herausfordernd, wie eine Flasche Desinfektionsmittel oder eine Packung Toilettenpapier im Supermarkt zu ergattern. „Einige Tage konnten bei uns in der Region gar keine Fahrzeuge zugelassen werden – außer sie wurden als systemrelevant eingestuft“, erzählt Peter Hübner, Geschäftsführer des Opel- und Nissan-Partners Auto Hübner mit Stammsitz in Kaiserslautern. „Wir wollten an einen Energieversorger ausliefern, durften es aber nicht.“

Nach etwa zwei Wochen konnten er und sein Team wieder zulassen – allerdings nur nach Anmeldung und häufig mit Wartezeiten von mehreren Tagen. So wie Hübner erging es vielen Autohäusern. Bundesweit erzählten Händler von geschlossenen Zulassungsstellen oder zumindest gewaltigen Einschränkungen im Zuge der Coronakrise. Und auch jetzt noch kommt es zu Verzögerungen.