Karosseriescanner Twinner ist pleite

Von Jens Rehberg 1 min Lesedauer

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Die Hallenser erstellen digitale Fahrzeugzwillinge. Das ist auch für Autohändler nicht uninteressant. Noch hat die Technologie allerdings nicht abgehoben.

Twinner-Standort in Berlin(Bild:  Diehl/»kfz-betrieb«)
Twinner-Standort in Berlin
(Bild: Diehl/»kfz-betrieb«)

Bereits am 20. Dezember hat das Amtsgericht in Halle im Rahmen eines Insolvenzantragsverfahrens die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Twinner GmbH angeordnet. Der Technologieanbieter ist zahlungsunfähig. Laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther hat das Unternehmen schon zuvor nach einem neuen Geldgeber gesucht. Es liefen derzeit Gespräche mit „ernsthaften Interessenten“.

„Für Investoren ist ein Einstieg in einem Insolvenzverfahren deutlich attraktiver“, so der Anwalt. „Sie können einen Geschäftsbetrieb übernehmen, der von Altlasten befreit ist, und anschließend neu durchstarten.“

Twinner bietet Karosseriescanner an, die in ein- oder zweitürig umschlossenen Räumen arbeiten. Das zu scannende Fahrzeug wird auf einem Drehteller abgestellt. Neben einem Reifen- und einem Unterbodenscanner gehört auch ein Innenraumscanner zur Grundausstattung. Hauptzielgruppe sind Endkunden, die ihr Fahrzeug verkaufen wollen. Aber auch größere Autohausgruppen haben die Twinner-Technologie in ihre Gebrauchtwagenprozesse integriert – unter anderem Lueg. Laut Lucas Flöther sind derzeit 16 Scanner in deutschen Autohäusern aufgestellt.

„Aufgrund des immensen Entwicklungsaufwandes konnte Twinner die Gewinnzone noch nicht erreichen“, meint der Anwalt. „Das Unternehmen benötigt deshalb unbedingt einen neuen Investor, um sein zweifellos innovatives Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und langfristig profitabel zu machen.“

Insgesamt beschäftigt das 2017 gegründete Unternehmen aktuell 65 Mitarbeiter. Twinner hat zwei Tochtergesellschaften in Ungarn, die aber noch keinen Insolvenzantrag gestellt haben.

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