EGA will Position im Markt stärken

Autor / Redakteur: Silvia Lulei / Silvia Lulei

Die Einkaufsgenossenschaft Automobile will weiter wachsen. 170 Händler sind bislang mit dabei, aber vor allem in Süddeutschland gibt es noch weiße Flecken.

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„Mit jedem neuen Partner stärken wir unsere Position im Markt.“ Vorstand Thorsten Cordes sieht das Wachstum als zentrales Anliegen der Einkaufsgenossenschaft Automobile, kurz EGA. 170 Händler haben sich der Genossenschaft bislang angeschlossen. Allerdings gebe es, so Cordes, noch weiße Flecken in Süddeutschland.

Das mag auch der Grund dafür gewesen sein, dass die diesjährige Jahrestagung in Nürnberg stattfand. 100 EGA-Mitglieder trafen sich dort Ende vergangener Woche.

Neben intensiver Arbeit in Erfahrungszirkeln, Vorträgen und Arbeitskreisen hatte die EGA auch den Gewinn des Gebrauchtwagen Award 2009 zu feiern. Ihn hatte die Fachzeitschrift »Gebrauchtwagen Praxis« zusammen mit der Dekra und der Santander Consumer Bank auf der AMI in Leipzig verliehen.

Prämiertes Gesamtkonzept

Die EGA erhielt den Preis für ihr Gesamtkonzept, dessen zentraler Bestandteil der Verkäuferarbeitsplatz EGA-Net ist. Von dort aus haben die Betriebe Zugriff auf den gesamten Fahrzeugbestand aller Partnerbetriebe (derzeit ca. 15.000 Autos), auf Statistik- und Controllingfunktionen, alle Marketingvorlagen sowie Einkaufsvorteile durch angeschlossene Lieferanten für Teile, Zubehör und Werkstattausrüstung. Ein Teil dieser Partnerfirmen nutzte die Gelegenheit, sich bei der Jahrestagung mit einem Stand zu präsentieren.

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„Die Branche ist auf dem harten Boden der Realität gelandet“, beschreibt Cordes die Ernüchterung nach der Umweltprämie. Sowohl die Neuzulassungen als auch die Besitzumschreibungen deutschen schon wieder deutlich auf einen Abwärtstrend hin. Das Hoch dank der staatlichen Zuschüsse sei vorbei. Nun seien die Erfolgsfaktoren für 2010 gefragt.

EGA-Händler 30 Prozent über Branchenschnitt

In diesem Zusammenhang bemerkte Cordes, dass die Erträge der EGA-Händler, die sich aktiv am Erfahrungszirkel beteiligen, 30 Prozent besser seien als der Branchendurchschnitt. Bernd Kaiser, Chef des Nürnberger Autohauses Kaiser bewegt, ist überzeugter Teilnehmer des Erfa-Kreises. „Ich habe in den letzten drei Jahren mehr gelernt als in all den Jahren zuvor“, resümiert er rückblickend. Kaiser schloss sich 2006 der EGA an. Damals hatte er ein dickes Minus von 465.000 Euro in seiner Bilanz. Nur ein Jahr später hatte er ein Plus von 55.000 Euro.

Ohne konsequentes Controlling sei eine solche Kehrtwende nicht möglich, mahnte Reinhold Thalhofer von der Adviser Unternehmensberatung. Der erfahrene Coach begleitet den Erfa-Kreis sowie die Betriebsanalyse und -vergleiche innerhalb der EGA. Er rief den Händlern in der Einkaufsgenossenschaft die Kennzahlen ins Gedächtnis, die wichtig sind, um zu beurteilen, wie fit das eigene Unternehmen ist.

Thalhofer legt großen Wert auf Transparenz. Daher beinhaltet sein Betriebsvergleich auch indirekte Posten, die jedem Profitcenter zugewiesen werden. Nichts verschleiern und nichts beschönigen lautet seine Devise, denn: „Schönwetterkapitäne haben nur selten das Patent für die rauhe See.“

Sofortanalyse für Autohändler

Dass die See rauh ist, zeigten auch die Arbeitskreise Verkauf, Marketing und Service. Alle drei verdeutlichten, wie wichtig eine sorgfältige Planung ist, auf der ein Händler solide aufbauen und nach einträglichen Marktchancen Ausschau halten kann. Die EGA bietet mit dem EGA-Net sowie den Partnerfirmen die Basis dafür. Quasi als Instant-Check dient die Sofortanalyse 2009, die neu im EGA-Net ist: Mit nur zehn Kennzahlen kann ein Autohaus in wenigen Minuten herausfinden, wie gesund es ist.

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