»kfz-betrieb« Autocheck KGM Actyon Ein bisschen sparsamer wäre schön

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Der KGM Actyon vereint die Abmessungen eines Mittelklasse-SUV mit der Ausstattung der Oberklasse und dem Preis der Kompaktklasse. Wo ist der Haken?

Aktuell orientieren sich nicht wenige SUVs an der klassischen Geländewagenoptik – der KGM Actyon macht da keine Ausnahme.(Bild:  Rosenow – VCG)
Aktuell orientieren sich nicht wenige SUVs an der klassischen Geländewagenoptik – der KGM Actyon macht da keine Ausnahme.
(Bild: Rosenow – VCG)

Unter seinem alten Namen Ssangyong war der koreanische Hersteller für manche formgestalterische Kapriole gut. In seiner neuen Inkarnationsform unter der Marke KGM hat er sich auf ein immer noch auffälliges, aber deutlich gefälligeres Design verlegt, wie das Modell Actyon zeigt. Hierbei handelt es sich um ein 4,74 Meter langes SUV, das mit seiner kantigen Form und den schmalen LED-Leuchteinheiten unvoreingenommene Betrachter an Range-Rover-Modelle erinnert – bestimmt kein unwillkommener Vergleich für KGM.

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Zumal der Koreaner mit Kampfpreisen antritt. Für sein Geld (Grundpreis 35.790 Euro, Testwagenpreis 44.150 Euro) bekommt der Käufer eine sehr geräumige Kabine in luxuriöser Anmutung. Großzügig belederte Oberflächen, rot abgesetzte Nähte und das übersichtlich gestaltete Cockpit erfreuen das Auge. Die Sitze sind angenehm weich gepolstert, sitzen sich aber auch auf längeren Strecken nicht durch. Sogar an eine Sitzbelüftung hat KGM gedacht. Fondpassagiere können sich über großzügige Bein- und Kopffreiheit freuen, der Kofferraum fasst mit 668 Litern locker das Urlaubsgepäck einer vierköpfigen Familie.

Allerdings kann die Technik unter der Oberfläche nicht ganz mit der Premium-Anmutung mithalten. Das beginnt beim Antrieb. Der aktuell einzige lieferbare Motor ist ein Vierzylinder-Ottomotor mit 1,5 Litern Hubraum und 120 kW/163 PS. Nun, in Sachen Laufkultur und Geräusch sticht er die bei manchen europäischen Konkurrenten verbauten Dreizylinder aus. Doch mit seiner Effizienz ist es nicht weit her: In Kombination mit dem im Testwagen verbauten Sechsgang-Automatikgetriebe verbraucht der Actyon, vor allem gemessen an den betulichen Fahrleistungen, ziemlich viel Sprit. Wir ermittelten einen Durchschnitt von 8,5 Litern auf 100 Kilometern, was sich immerhin exakt mit der WLTP-Angabe deckt, aber trotzdem zu viel ist. Für das etwas kleinere Modell Torres hat KGM mittlerweile einen Vollhybrid vorgestellt, der laut WLTP-Angabe etwa zwei Liter weniger brauchen soll.

Im Testbetrieb fielen uns zudem ein paar Software-Schwächen auf, die bei KGM allerdings bereits erkannt sind und mit Updates abgestellt werden sollen. So reagierte die Lautstärkeregelung manchmal verzögert, und das Radio hatte Schwierigkeiten, die voreingestellte Lautstärke konstant zu halten. Einmal fiel das komplette Fahrzeugdisplay aus, der Wagen fuhr aber weiter. Ungünstig, denn beinahe die gesamte Bedienung erfolgt – wie in den meisten modernen Autos – über den Berührbildschirm. Wenn diese Probleme aber gelöst sind, dann muss sich der Actyon vor anderen günstigen Konkurrenten nicht mehr verstecken – nur ein sparsamerer Antrieb wäre schön.

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