Moskwitsch Ein fortschrittlicher Hersteller – kurzzeitig um 1970

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 3 min Lesedauer

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Medienberichten zufolge soll die 2006 eingestellte russische Pkw-Marke Moskwitsch wiederbelebt werden. Wir blicken zurück auf deren gut sechs Jahrzehnte währende Geschichte. Exportiert wurde auch nach Deutschland.

Moskwitsch 2140, Vor-Facelift-Version, erkennbar an der Chromumrandung von Scheinwerfern und Kühlergrill. Fotografiert während des Ostmobil-Meetings Magdeburg (OMMMA) 2017.(Bild:  Diehl – privat)
Moskwitsch 2140, Vor-Facelift-Version, erkennbar an der Chromumrandung von Scheinwerfern und Kühlergrill. Fotografiert während des Ostmobil-Meetings Magdeburg (OMMMA) 2017.
(Bild: Diehl – privat)

Die Entscheidung der EU und zahlreicher weiterer Staaten, die russische Föderation mit einem Wirtschaftsembargo zu belegen, hat weitreichende Konsequenzen. Auch für die russische Automobilindustrie. Eine ist: Nach dem Rückzug von Renault aus Russland soll die Pkw-Marke Moskwitsch wiederbelebt werden.

Moskwitsch – auf Deutsch: der Moskauer. Die Marke existiert seit 1945, obwohl das Werk in der russischen Hauptstadt 15 Jahre älter ist. Zuvor wurden dort das Model A und der Lkw AA von Ford in Lizenz gebaut. Ab 1947 fuhr der Moskwitsch 400 von den Bändern, der ein an russische Straßenverhältnisse angepasster Vorkriegs-Opel Kadett war. Dessen Rüsselsheimer Fertigungsanlagen wurden 1946 als Reparationsleistung demontiert und in Moskau wieder aufgebaut.