Autohaus Heinrich Göbel Ein Serviceprozess für alle Marken

Von Dr. Holger Schweitzer

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Mercedes, Mitsubishi und Automeister unter einem Dach: Das Autohaus Heinrich Göbel in Langen kombiniert erfolgreich Servicekonzepte und verfolgt eine ausgetüftelte Digitalstrategie – damit überzeugte der Betrieb die Jury des Service Awards 2020.

Das Göbel-Team in Langen ist spezialisiert auf Elektromobilität: vom kleinen E-Flitzer bis zum Plug-in-Hybrid-SUV.(Bild:  Schweitzer/»kfz-betrieb«)
Das Göbel-Team in Langen ist spezialisiert auf Elektromobilität: vom kleinen E-Flitzer bis zum Plug-in-Hybrid-SUV.
(Bild: Schweitzer/»kfz-betrieb«)

Guter Service kennt keine Marken: ein Leitmotiv, das das Autohaus Göbel in Langen bei Frankfurt erfolgreich umgesetzt hat. Ursprünglich ist der zur Göbel GmbH gehörende Betrieb Mercedes-Benz-Servicepartner. 2008 holte er bereits den japanischen Hersteller Mitsubishi mit ins Haus. Das Langener Göbel-Team verkauft zwar Neu- und Gebrauchtfahrzeuge beider Hersteller – der Fokus liegt jedoch auf dem Servicegeschäft.

Um sich hier zusätzlichen Umsatz zu sichern, hat der Betrieb sich dem Franchisesystem Automeister angeschlossen. Dieses weiß das Unternehmen durch eigenständige Servicekonzepte gewinnbringend mit dem bestehenden Markenservicegeschäft zu verknüpfen.

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Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist für das Autohaus dabei, digitale Prozesse zielstrebig und kreativ umzusetzen und so die verschiedenen Servicekonzepte in einem weitgehenden einheitlichen Werkstattprozess abzubilden.

Lange suchte das Team um Serviceleiter Volker Peters nach einem Dealer-Management-System (DMS), das es erlaubt, die digitalen Anforderungen, die Mercedes-Benz an den Serviceprozess stellt, mit den weitgehend analogen Abläufen von Mitsubishi und Automeister zu vereinen. Schließlich laufen alle Aufträge in der Werkstatt zusammen, und die Monteure müssen sie einheitlich abwickeln.

Ein Tool für den markenübergreifenden Service

Mit der Software des Anbieters Cidcar hat das Autohaus Göbel das passende System für sich gefunden – seit September dieses Jahres ist es im Einsatz. Auch die ersten Arbeitsplätze der Monteure sind mit Tablets ausgestattet, um das System schrittweise in der Werkstatt zu etablieren. Wie Serviceleiter Wolfgang Peters erklärt, sei man zudem nicht mehr von verschiedenen Tools abhängig, wie etwa für die Buchhaltung oder die Reifeneinlagerung.

Für den Serviceprozess hat das Göbel-Team beispielsweise die Mitsubishi-Wartungsblätter digitalisiert. Das ermöglicht es, papierlos auf dem Tablet zu arbeiten, und die Kunden erhalten, wie vom Hersteller vorgesehen, einen Ausdruck. „Damit haben wir bei Mitsubishi und Automeister übernommen, was wir aus der Mercedes-Welt kennen“, sagt Peters. Die neue Software kann alle erforderlichen Funktionen aus dem Mercedes-Benz-Prozess abbilden, von der Online-Terminvergabe über Mercedes-Me, das Eröffnen von Aufträgen im Mercedes-Xentri-Portal bis hin zur Übergabe in das DMS. Hier sei mit dem vorhergehenden System Schluss gewesen, da die Aufträge geblockt gewesen seien. Nun könne man zwischen dem hauseigenen DMS und dem Mercedes-System je nach Belieben hin- und herschieben.

Eine Besonderheit der digitalen Göbel-Welt: Die hessische Autohausgruppe betreibt keinen eigenen Server mehr innerhalb des Unternehmens, sondern kooperiert mit dem Frankfurter Rechenzentrum. Wie Stefan Göbel, Inhaber und Geschäftsführer der Heinrich Göbel GmbH, berichtet, habe man vor 15 Jahren ein hauseigenes Citrix-Netzwerk geschaffen mit einem Hauptserver am Standort Neu-Isenburg, über den sich Mitarbeiter aus jedem Betrieb einloggen konnten, ohne den Computer wechseln zu müssen. Allerdings habe mit wachsendem Datenvolumen die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich nachgelassen. Mit dem Wechsel zu einem externen Anbieter läuft die Netzwerkverbindung nun über eine Cloud. Der Geschäftsführer betont, dass sich dadurch die Geschwindigkeit der Rechenleistung deutlich verbessert habe.

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