Lucid Motors Eine Milliarde Dollar aus Saudi-Arabien

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Während andere junge E-Auto-Hersteller finanziell straucheln, verschafft sich Lucid erst einmal Luft. Die Finanzspritze ist angesichts des hohen Verlusts im Jahr 2023 allerdings durchaus wichtig.

Lucid hat sich eine Milliarde Dollar an Investorengeldern gesichert. Nun muss sich das bisher einzige Modell Air besser verkaufen.(Bild:  Lucid Motors)
Lucid hat sich eine Milliarde Dollar an Investorengeldern gesichert. Nun muss sich das bisher einzige Modell Air besser verkaufen.
(Bild: Lucid Motors)

Die strauchelnde Elektro-Start-up-Szene kann ein wenig aufatmen. Der selbsternannte Tesla-Herausforderer Lucid Motor hat eine Finanzspritze des saudi-arabischen Investmentfonds Ayar Third Investment Company erhalten. Nach Angaben des Elektroautoherstellers fließen damit eine Milliarde US-Dollar (derzeit rund 920 Millionen Euro) in die Kassen des Unternehmens. Im Gegenzug gibt der Autobauer aus Newark (Kalifornien) wandelbare Vorzugsaktien aus.

„Wir freuen uns sehr über diese starke und anhaltende Unterstützung, da wir daran arbeiten, unsere Position als weltweit führendes Technologieunternehmen zu festigen“, sagte Lucid-Chef Peter Rawlinson. Saudi-Arabien investiert schon länger hohe Summen in Lucid. Das Start-up will die Mittel sowohl in die technische Forschung als auch in die Fertigung investieren.

Mittelfristiges Ziel sei, das Wachstum durch Auslieferungen zu beschleunigen und den Marktstart des Elektro-SUVs Gravity im Laufe dieses Jahres zu vollziehen. Das Modell hatte im Februar auf dem Genfer Automobilsalon Europapremiere. Bislang verkauft Lucid nur die Edel-Limousine Air.

Im vergangenen Jahr produzierte Lucid nach eigenen Angaben 8.428 Fahrzeuge und lieferte 6.001 Einheiten aus. Im laufenden Jahr soll die Produktion auf rund 9.000 Fahrzeuge steigen. Der Jahresumsatz 2023 summierte sich auf 595,3 Millionen US-Dollar – etwas weniger als im Jahr 2022 (608 Mio. Dollar). Entscheidend ist aber der Verlust: Der stieg im Jahr 2023 auf 2,83 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie 2022. Angesichts dieser klaffenden Finanzlücke wären die im Februar ausgewiesenen 4,78 Milliarden US-Dollar liquide Mittel wohl spätestens Ende 2025 aufgebraucht.

Insofern verschafft die Milliarde aus Saudi-Arabien dem Unternehmen weiter Luft, die Produktion signifikant zu erhöhen und Kunden zu finden. Anderenfalls droht Lucid ein ähnliches Schicksal, wie es E-Auto-Start-ups wie Sono Motors und E-Go Mobile schon ereilt hat, und das akut Fisker droht: die Insolvenz.

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