Lucid Weitere Verkaufsräume sollen Wachstum stützen

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Idee des Direktvertriebs bekommt zunehmend Kratzer. So ganz ohne Kundenkontakt sind höhere Stückzahlen schwierig zu erreichen. Nun will auch Lucid näher an die Kundschaft heranrücken.

Der US-Hersteller Lucid will vier weitere Verkaufsräume in Deutschland errichten. Im Bild zu sehen ist das Lucid Studio in München.(Bild:  Grimm – VCG)
Der US-Hersteller Lucid will vier weitere Verkaufsräume in Deutschland errichten. Im Bild zu sehen ist das Lucid Studio in München.
(Bild: Grimm – VCG)

Der amerikanische Elektroautobauer Lucid will seinen Absatz deutlich steigern. Den Pressetag des Genfer Salons (26.2. bis 3.3.) nutzte das Unternehmen, um neben den neuen Produkten auch seine Expansionsstrategie und neue Serviceangebote vorzustellen. Eine zentrale Rolle in den Überlegungen spielt dabei anscheinend Deutschland, wo die Markenpräsentation über die sogenannten Lucid Studios deutlich ausgebaut werden soll.

Derzeit betreibt Lucid in Europa sechs Studios: in Deutschland (München und Düsseldorf), der Schweiz (Zürich und Genf), Norwegen (Oslo) und den Niederlanden (Hilversum). Damit hat sich das Fabrikat zumindest in jenen Märkten positioniert, die der E-Mobilität relativ offen gegenüberstehen. Gleichwohl sind die Verkaufszahlen bislang mehr als überschaubar. Laut Jato Dynamics wurden im Jahr 2023 in Europa (in der EU plus Großbritannien) nur 164 Einheiten des Modells Air zugelassen. Davon fanden allein 99 in Deutschland einen Käufer.

Auf derart überschaubare Stückzahlen ist das Geschäftsmodell von Lucid nicht ausgerichtet, der Absatz muss steigen. Helfen sollen nun unter anderem weitere Schauräume. Allein in Deutschland sollen vier weitere Lucid Studios dazukommen, konkret in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. Darüber hinaus plant die Marke, das europäische Lucid-Servicenetz deutlich auszubauen. So soll es stationäre Werkstätten und auch mobile Dienste geben.

Wenn man zwischen den Zeilen der dazugehörigen Pressemitteilung des Herstellers liest, hat Lucid möglicherweise erkannt, dass Vertriebserfolg ohne direkten Kundenkontakt im Neuwagengeschäft zumindest derzeit noch nicht funktioniert. Mit den zusätzlichen Studios will man den Interessenten „vielseitigere Möglichkeiten (geben), Probefahrten zu buchen“ und eben die Technologie, die Qualität und das Fahrerlebnis der Autos zu erleben.

Drei Premieren in Genf

In Genf zeigt Lucid in den kommenden Tagen neben dem bereits bekannten Modell Air drei Europapremieren. Zum einen das auf dem bisherigen Modell basierende und im Preis deutlich gesenkte Einstiegsmodell Lucid Air Pure RWD. Es soll bei einem Energieverbrauch von 13,0 kWh/100 km eine Reichweite von 747 Kilometern erreichen. Der Grundpreis beträgt 85.000 Euro.

Dass Lucid durchaus an eine zahlungskräftige Klientel heran will, zeigt das zweite neue Modell: der Lucid Air Sapphire. Dahinter verbirgt sich eine – laut Eigencharakteristik – elektrische Luxus-Supersportlimousine mit 920 kW/1.251 PS. In zwei Sekunden erreicht das Fahrzeug 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330 km/h, der Startpreis bei 250.000 Euro.

Auch optisch neu ist das dritte Modell, das SUV Lucid Gravity. Es beschleunigt in weniger als 3,5 Sekunden auf 100 km/h, hat eine prognostizierte WLTP-Reichweite von über 700 Kilometern und eine Höchstleistung von mehr als 590 kW/800 PS. Der Siebensitzer will neben den reinen Leistungsdaten mit einem großen Platzangebot punkten. Selbst vollbesetzt soll das Auto noch das Reisegepäck der Passagiere schlucken. Die Produktion des Gravity beginnt Ende 2024.

Zudem kündigte Lucid in Genf an, dass die Käufer künftig eine größere Auswahl an Innen- und Außenfarben haben. Weiterhin ist beim Kauf eines Lucid Air in Zukunft die Wallbox „Pulsar Max Ladestation“ (22 kW) für das bequeme Aufladen zu Hause inklusive. Und ein Wartungsservice für die Dauer von zwei Jahren (oder 40.000 Kilometern) ergänzt nun die Neuwagengarantie.

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