CIVD-Bilanz Eine Million Reisemobile warten auf Service

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Im Freizeitmobil-Markt lag in den vergangenen Jahren viel Potenzial. Auch wenn sich die Neuzulassungen wieder normalisieren, bleibt der Markt wichtig für die Kfz-Branche. Denn der Fahrzeugbestand ist inzwischen enorm gewachsen.

Das Interesse am mobilen Urlaub ist weiterhin hoch, der Bestand an Reisemobilen hat in Deutschland die Millionengrenze überschritten.(Bild:  Hobby)
Das Interesse am mobilen Urlaub ist weiterhin hoch, der Bestand an Reisemobilen hat in Deutschland die Millionengrenze überschritten.
(Bild: Hobby)

Der Boom der Caravaning-Branche hat im April zu einer bemerkenswerten Bestmarke geführt: Erstmals sind in Deutschland nach Angaben des Caravaning Industrieverbands Deutschland (CIVD) mehr als eine Million Reisemobile registriert. Dieser Meilenstein sei das Ergebnis eines lang anhaltenden Wachstums des Reisemobilmarkts. Seit 2015 haben sich die Neuzulassungen von Reisemobilen pro Jahr in Deutschland mehr als verdoppelt.

Die Zahlen „verdeutlichen die anhaltende Attraktivität des Caravanings“, erklärte CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. Der mobile Urlaub erfülle zentrale Bedürfnisse moderner Reisender – und spiegele die veränderten Erwartungen an Mobilität und Freizeit im aktuellen Zeitgeist wider.

Für die Kfz-Branche wichtig ist ein zweiter Aspekt: die Langlebigkeit der Fahrzeuge. Viele Reisemobile bleiben über Jahrzehnte im aktiven Bestand und werden über mehrere Haltergenerationen hinweg genutzt. Diese Langlebigkeit sei ein wesentlicher Aspekt für viele Caravaning-Urlauber. Aus Studien gehe hervor, dass Nachhaltigkeit in dieser Zielgruppe eine wichtige Rolle spielt – sowohl im Alltag als auch auf Reisen.

Das Thema Caravaning ist aufgrund der zurückliegenden Entwicklungen keine temporäre, nur durch die Corona-Pandemie geförderte Erscheinung, sondern ein fest etablierter Bestandteil der deutschen Reisekultur. „Die gesellschaftliche Akzeptanz und Bedeutung der mobilen Urlaubsform werden auch in Zukunft weiter zunehmen“, ist der CIVD überzeugt.

Hohe Umsätze, weniger Neuzulassungen

Das hat positive volkswirtschaftliche Folgen: Der durch Caravaning generierte touristische Gesamtumsatz summierte sich einer Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr zufolge im Jahr 2023 auf rund 19,5 Milliarden Euro. Diese Gelder kommen dabei vor allem lokalen Betrieben, Dienstleistern und Geschäften zugute. Das gilt auch für die Kfz-Werkstätten, denn der große Bestand an Fahrzeugen muss auch gewartet und repariert werden. Auch der Gebrauchtfahrzeugmarkt ist nach Angaben des CIVD dynamisch.

Im ersten Quartal 2025 entwickelte sich die Reisemobil-Konjunktur allerdings schwächer als in den Vorjahren. Knapp 17.000 Neuzulassungen in den ersten drei Monaten des Jahres bedeuten einen Rückgang um fast 15 Prozent. Dabei waren laut CIVD vor allem die Neuanmeldungen durch gewerbliche Kunden deutlich rückläufig, während der Privatmarkt stabil bis leicht wachsend gewesen sei. Für den April sei, bedingt durch den späten Ostertermin, ein Anspringen des gewerblichen Geschäfts zu erwarten gewesen.

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