Jeep
Eine Nummer kleiner
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Um den CO2-Ausstoß der Konzernflotte im von Brüssel vorgegebenen Rahmen zu halten, hat Stellantis nicht zuletzt die Motorenpalette von Jeep in Europa entschärft. Die Vertriebspartner der SUV-Marke verkaufen trotzdem nicht schlecht gerade, aber eben anders.
Manche Marken trifft die mühsame Dekarbonisierung der europäischen Autoindustrie härter als andere. Und Jeep gehört zweifellos in diese Kategorie. 2016 freuten sich die deutschen Jeep-Partner noch über hervorragende Erträge aus der Vermarktung von knapp 5.000 Grand Cherokees mit mächtigen Big Blocks und im Rückblick durchaus wohlwollenden Margen. Im vergangenen Jahr verkauften die deutschen Partner des zum Stellantis-Konzern gehörenden Importeurs nicht mal mehr ein Zehntel dieses Volumens von ihrem ehemals renditeträchtigsten Modell. Der Grund: Die Kunden haben kein Interesse mehr. Denn die Daumenschrauben der EU in Sachen CO2 drücken so schmerzhaft, dass der ehemalige SUV-Topseller auf dieser Seite des Atlantiks nur noch mit einem Zweiliter-Vierzylinder als Plug-in-Hybrid bestellt werden kann – kein ernst zu nehmendes Antriebssystem für eingefleischte Jeep-Kunden, zumal die Bundesregierung die Bafa-Elektroförderung für Flottenfahrzeuge im vergangenen Jahr eingestellt hat. Außerdem haben sich nicht wenige Grand-Cherokee-Kunden während der extrem langen Produktionspause zu Beginn der Corona-Pandemie im Zuge des Modellwechsels längst ein alternatives Fahrzeug ausgesucht.
Adrian Glöckner, Vorstandsvorsitzender des Verbands der deutschen Jeep-, Alfa-Romeo-, Ram- und Dodge-Händler (JARD), setzt derweil große Hoffnungen auf das große, neue Flaggschiff der Marke, den Wagoneer S, der allerdings erst 2025 in die Schauräume kommen wird. „Momentan verkaufen wir vor allem den Avenger, den es jetzt auch als Mild-Hybrid gibt, den Compass, den Renegade und unsere Ikone, den Wrangler.“ Dies aber offenbar gut, denn „die aktuellen Vertriebsprogramme des Herstellers passen – insbesondere bei den Leasingangeboten“.
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