Jaguar Land Rover Eine Traditionsmarke erfindet sich neu

Von Julia Mauritz 9 min Lesedauer

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Neue Händlerverträge, ein neues Margensystem und eine neue Markenstrategie: Für die deutschen JLR-Partner hat eine neue Ära begonnen. Der duale Brand-Ansatz ist Geschichte. An dessen Stelle tritt die Vier-Marken-Strategie. Doch der Weg dahin ist steinig.

Das Nürnberger Autohaus Feser Scharf hat die jüngste JLR-CI umgesetzt. Zu den Showroom-Elementen zählt eine neue Empfangstheke. Sie wurde vom Eingangsbereich nach hinten gerückt.(Bild:  Mauritz – VCG)
Das Nürnberger Autohaus Feser Scharf hat die jüngste JLR-CI umgesetzt. Zu den Showroom-Elementen zählt eine neue Empfangstheke. Sie wurde vom Eingangsbereich nach hinten gerückt.
(Bild: Mauritz – VCG)

Ein gleich gewichteter Auftritt der beiden Marken Jaguar und Land Rover im Showroom der Händler: Das wollte der britische Traditionshersteller sicherstellen, als er vor knapp zehn Jahren seine neue CI namens Arch-Concept vorstellte. Mittlerweile haben fast alle der 85 deutschen JLR-Partner Millionenbeträge in ihre CI-konformen Betriebe investiert – zuletzt hatten die Feser-Scharf-Gruppe in Nürnberg und die Autohausgruppe Geisser in Leimen ihre repräsentativen Neubauten eingeweiht.

Aktuell sind die Showrooms dabei noch zur Hälfte mit Jaguar-Neuwagen belegt und zur Hälfte mit Land-Rover-Modellen. Doch damit ist bald Schluss: House of Brands nennt JLR seinen neuen Ansatz. Nachdem es Jaguar nie gelungen war, auf die gleiche Flughöhe wie Land Rover zu kommen, wechselt der britische Hersteller nun im Zuge seiner nachgeschärften Markenstrategie namens Reimagine von der Dual-Brand- zu einer Vier-Marken-Strategie.