Zweiradservice Einfach Zweirad ist nicht!

Von Jakob Schreiner

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Wenn Kfz-Betriebe das Zweiradsegment bedienen wollen, müssen sie einiges beachten: Die Technik ist komplexer geworden und erfordert viel Know-how sowie spezielle Ausrüstung. Betriebe sollten zudem wissen, wann sie besser die Finger davon lassen.

Das Wuchten und Montieren von Zweiradrädern ist prinzipiell ähnlich wie bei Pkw-Reifen.(Bild:  Dominsky/»kfz-betrieb«)
Das Wuchten und Montieren von Zweiradrädern ist prinzipiell ähnlich wie bei Pkw-Reifen.
(Bild: Dominsky/»kfz-betrieb«)

Mit dem Räderservice für Motorräder können Kfz-Betriebe ihr Reifengeschäft abrunden und sich eine neue Zielgruppe erschließen. Doch hierbei sollten sie einiges berücksichtigen. Vor welche Herausforderungen der Zweiradservice Betriebe stellen kann, haben wir gemeinsam mit Montageexperte Michael Schwämmlein vom BRV zusammengefasst. Dabei wird schnell klar: Mal schnell nebenher lässt sich das Geschäft nicht betreiben.

Das beginnt bereits bei der Demontage des Rades – beim Auto eigentlich eine triviale Sache. Beim Zweirad dagegen muss der Monteur oftmals Federungselemente, Bremsanlagen oder Auspufftöpfe ausbauen, um das Komplettrad separat in der Hand zu haben. Hinzu kommt, dass die Technik in den letzten Jahren zunehmend komplexer geworden ist. (Kurven-)ABS, Traktionssysteme, Einarmschwingen, Neigetechnik (bei dreirädrigen Fahrzeugen) und die dazugehörige Sensorik haben stark zugenommen. Außerdem sind oftmals Schraubverbindungen im Einsatz, bei denen die Schrauben nach dem Lösen auszutauschen oder mit speziellen Sicherungsmitteln wieder einzubauen sind. „Man sollte sich hier also unbedingt schulen lassen“, empfiehlt Michael Schwämmlein. Entsprechende Schulungen böte der BRV in Kooperation mit Zweiradspezialisten regelmäßig an.