Ford Einigung bei Zulieferern sichert Produktion in Saarlouis

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Schließung des Ford-Werks in Saarlouis hat für die Zulieferindustrie immense Folgen. Deren Beschäftigte streikten – und störten die Ford-Produktion. Nun ist liegt eine Einigung auf dem Tisch.

Bei Ford in Saarlouis dürfte die Produktion bis November 2025 nun laufen. (Bild:  Ford)
Bei Ford in Saarlouis dürfte die Produktion bis November 2025 nun laufen.
(Bild: Ford)

Nach tagelangen Verhandlungen haben die IG Metall und Zulieferer bei Ford in Saarlouis ein Verhandlungsergebnis erzielt. „Wir haben mit den fünf Betrieben Verträge geschlossen“, sagte der 2. Bevollmächtigte und Verhandlungsführer der IG Metall Völklingen, Ralf Cavelius, am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. „Und für alle haben wir ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann und sich deutlich von normalen Sozialplanthemen abhebt.“ Mit großer Mehrheit haben die Beschäftigten für die Annahme ausgehandelter Sozialtarifverträge gestimmt.

Anlass für die Verträge ist das vom US-Autobauer Ford angekündigte Ende der Produktion in Saarlouis im November 2025. Für die Beschäftigten im Ford-Werk gilt seit Ende Februar ein Sozialtarifvertrag. Die Vereinbarungen beinhalten die Weiterbeschäftigung von 1.000 der insgesamt 3.750 Ford-Mitarbeiter bis Ende 2032, hohe Abfindungen und Prämien, die Bildung einer Transfergesellschaft und Qualifizierungsprogramme. Außerdem wurde das Ende der Produktion des Ford Focus um ein halbes Jahr auf November 2025 verschoben.

Am Montag hatte es bei den einzelnen Zulieferern Betriebsversammlungen gegeben: Auf ihnen sollte über die Annahme der Sozialtarifverträge abgestimmt werden, sagte Cavelius. Zudem gab es eine Urabstimmung über die Beendigung des Streiks. Am Freitag vor einer Woche hatte die Gewerkschaft die rund 500 Beschäftigten der Betriebe zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Nach vier Tagen im Ausstand wurde dann eine Streik-Pause eingelegt, um neu zu verhandeln.

Bei vier Firmen lag die Zustimmung der Beschäftigten zu dem Sozialtarifvertrag nun zwischen 90 und 100 Prozent, bei einem Betrieb bei gut 77 Prozent, sagte Cavelius, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollten eigentlich Arbeitsplätze, die kriegen wir nicht“, sagte Cavelius. „Also wollen wir die zweitbeste Lösung. Das ist immenses Geld.“ Es gebe Abfindungsbeträge, Transfergesellschaften und Übergangsregelungen für ältere Mitarbeiter. „Wir haben deutlich mehr gefordert. Aber wir sind deutlich an unser Ziel herangekommen“, sagte er.

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