Zulieferer Streik legt Focus-Produktion in Saarlouis lahm

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Beschäftigten der Zulieferer von Ford im Saarland wollen einen Sozialtarifvertrag. Sie sind seit Freitag im unbefristeten Streik. Bisher kam laut IG Metall noch kein Gesprächsangebot von den Betrieben.

Die Beschäftigten mehrerer Unternehmen im Zuliefererpark bei Ford in Saarlouis befinden sich seit Freitag im Streik.(Bild:  Ford)
Die Beschäftigten mehrerer Unternehmen im Zuliefererpark bei Ford in Saarlouis befinden sich seit Freitag im Streik.
(Bild: Ford)

Die Beschäftigten mehrerer Unternehmen im Zuliefererpark bei Ford in Saarlouis haben am Montag (11. März) ihren Streik fortgesetzt. Es habe bisher „keine einzige Gesprächsinitiative von den betroffenen Unternehmen“ gegeben, sagte der zweite Bevollmächtigte und Verhandlungsführer der IG Metall Völklingen, Ralf Cavelius, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewerkschaft hatte rund 500 Beschäftigte von fünf Betrieben am Freitagmorgen zum unbefristeten Streik aufgerufen.

„Unserer Kenntnis nach arbeitet in den Betrieben gar keiner. Produktion findet nicht statt“, sagte Cavelius. Das wirkt sich auch weiter auf das Ford-Werk Saarlouis aus: Die Produktion laufe „aufgrund der Zulieferersituation im Moment nicht“, sagte eine Sprecherin von Ford am Montag in Köln. Schon am Freitag stand dort die Fertigung still.

Nach Angaben der IG Metall werden bei einem Stillstand im Ford-Werk rund 600 Autos (Ford Focus) pro Tag nicht produziert. Normalerweise würden je 300 Autos von der Früh- und der Mittelschicht gebaut.

Sozialtarifvertrag für Beschäftigte

Die IG Metall will für die Beschäftigten der Betriebe einen Sozialtarifvertrag durchsetzen – mit Abfindungen und Transfergesellschaften. Anlass ist das vom US-Autobauer Ford angekündigte Ende der Produktion in Saarlouis im November 2025.

Für die Beschäftigten im Ford-Werk selbst gilt seit Ende Februar ein Sozialtarifvertrag. Die Vereinbarungen beinhalten die Weiterbeschäftigung von 1.000 der insgesamt 3.750 Ford-Mitarbeiter bis Ende 2032, hohe Abfindungen und Prämien, die Bildung einer Transfergesellschaft und Qualifizierungsprogramme. Außerdem soll das Ende der Produktion des Ford Focus um ein halbes Jahr auf November 2025 verschoben werden.

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