Fahrzeugklimatisierung Der Fön und die Wanne

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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China ist bei E-Fahrzeugen nicht nur technologisch Taktgeber, sondern auch im Fall Normen. Und so bringt eine neue GB-Norm neue, sprich ziemlich kurze Wechselintervalle fürs Kühlmittel mit sich.

Auch wenn die Elektrik bei E-Autos gut isoliert ist: Gewässer sollte man mit ihnen nicht durchfahren.(Bild:  Screenshot Chillen with Chet)
Auch wenn die Elektrik bei E-Autos gut isoliert ist: Gewässer sollte man mit ihnen nicht durchfahren.
(Bild: Screenshot Chillen with Chet)

Sie waren noch nie wirklich gute Freunde: elektrischer Strom und Wasser. Was für (Selbst-) Mordszenen in Hollywood- und anderen Filmen gilt, trifft auch auf E-Autos zu. Denn bekanntlich setzt man auch bei diesen jede Menge des weltbekannten Wärmetransportmediums ein – selbstverständlich, wie im Fall Verbrenner, nicht in Reinform, sondern in Verbindung mit Ethylenglykol, alias Frostschutz. Schließlich müssen auch bei Elektroantrieben jede Menge Komponenten im Temperaturzaum gehalten werden. Die meisten werden von Strom durchflossen oder stehen im engen Kontakt mit ihm. Doch zu eng, sprich „direkt“, sollte dieser Kontakt tunlichst nicht ausfallen.

Zwar ist bislang kein Fall bekannt, bei dem ein Mensch in/an einem E-Auto aufgrund eines (Unfall-) Schadens gleichzeitig in Kontakt mit Kühlmittel und spannungsführenden Bauteilen kam. Aber Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Das dachte sich als Erfinder des Porzellans offenbar auch China. Dort erließ die „Standardization Administration of the People’s Republic of China“ (SAC) mit der GB 29743.2-2025 eine neue ihrer „GB“-Normen, ein nationales Pendant zur internationalen ISO-Norm –und definiert erstmals die zulässige Leitfähigkeit von Kühlmitteln in E- und Hybridfahrzeugen. Statt der üblichen 3.000-4.000 Mikrosiemens für „normales“ Wasser begrenzt die neue GB-Norm diese auf 100 Mikrosiemens.