Elektromechanischer Stabilisator geht in Serie

Steuertechnologie von Continental verbaut

| Autor: Christopher Kampfmann

In dem neuen Wankstabilisator von Schaeffler ist auch Technik von Continental verbaut.
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In dem neuen Wankstabilisator von Schaeffler ist auch Technik von Continental verbaut. (Foto: Schaeffler)

Der Automobilzulieferer Schaeffler startet die Serienfertigung eines elektromechanischen Wankstabilisators. Das System ersetzt die bislang üblichen hydraulischen Stabilisatoren. Durch die neue Technologie sollen sich Kraftstoffe einsparen und Emissionen reduzieren lassen.

Wankstabilisatoren adaptieren das Fahrwerk an die jeweilige Fahrsituation. Dazu dienen aktive Stabilisatoren mit – bislang hydraulisch betätigten – Schwenkmotoren. Diese verdrehen die beiden Stabilisatorhälften gegeneinander und erzeugen so ein Torsionsmoment, das stabilisierend auf den Fahrzeugaufbau einwirkt.

Kein unnötiger Energieverbrauch

Obwohl die Wankstabilisierung in vielen Fahrsituationen wie Geradeausfahrten auf gut ausgebauten Straßen nicht eingreifen muss, erfordert die hydraulische Ausführung auch für den Stand-by-Betrieb stetig Energie, um den Betriebsdruck des Hydrauliksystems aufrechtzuerhalten. Dies entfällt beim elektromechanischen System. Der verbaute Elektromotor nimmt nur dann Leistung auf, wenn sich der Schwenkaktor verdreht und dabei ein Moment aufbaut. Um das Moment zu halten, müssen lediglich die relativ geringen elektrischen Widerstandsverluste ausgeglichen werden.

Zur Steigerung des Komforts verfügt das System darüber hinaus über ein Entkopplungselement. Damit können einseitig auftretende Störungen in der Fahrbahn absorbiert werden. Die Übertragung von Impulsen auf die Karosserie wird reduziert oder sogar komplett verhindert.

Für das System kooperiert Schaeffler mit Continental. Von dem Zulieferer stammen die elektronische Steuereinheit, die Motorsteuerung sowie die Software-Plattform.

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