E-Bikes
Ende der Achterbahnfahrt
Anbieter zum Thema
Der E-Bike-Markt ist in unruhiges Fahrwasser geraten. Doch das ist nach Meinung von Analysten und Branchenverbänden nur eine Momentaufnahme. Für Autohäuser bleiben die Zweiräder ein Standbein mit Wachstumspotenzial – sofern sie einiges beachten.
Es ist eine explosive Mischung, die den erfolgsverwöhnten Fahrradmarkt erfasst hat: Kaufzurückhaltung trifft auf übervolle Lager. Die Folge: Selbst große Hersteller wackeln. Bereits im vergangenen Jahr ging es los mit vereinzelten Insolvenzen. Mit der Accell-Gruppe, zu der bekannte Marken wie Ghost, Haibike, Winora, Lapierre und die Lastenrad-Marke Babboe zählen, war zuletzt auch ein ganz großer Player in finanzielle Schieflage geraten.
Dr. Stefan Mohr, Partner des Beratungsunternehmens EY, das kürzlich in einer Studie den europäischen Fahrradmarkt analysiert hatte, bemerkt: „Wir sehen überall in Europa einen spürbaren Abschwung auf dem Fahrradmarkt.“ Zwar sei die Lage vor allem bei klassischen Fahrrädern dramatisch, gleichwohl seien auch bei E-Bikes die Boom-Zeiten vorbei. „Seit dem Ausbruch der Pandemie gab es eine regelrechte Achterbahnfahrt bei der Nachfrage. Zunächst stieg diese massiv, was zu Rekordverkäufen und hohen Bestellungen führte. Dann kam es zu Unterbrechungen der Lieferketten und erheblichen Lieferproblemen. Und aktuell normalisiert sich die Nachfrage auf einem niedrigeren Niveau, während die Lagerbestände immer noch hoch sind“, schildert Stefan Mohr. Die Folge: Der Markt konsolidiert sich, der Wettbewerb nimmt zu, und der Preisdruck steigt. „Nicht alle Anbieter werden den aktuellen Ausleseprozess überleben“, glaubt der Analyst.
-
4 Wochen kostenlos testen
-
Danach 17,90 € / Monat
-
Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen