Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein Erleichterung über digitale Zulassung für Händler ab 2023

Von Doris S. Pfaff

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Das Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein reagierte mit Erleichterung auf die Entscheidung der Verkehrsministerkonferenz: Bis Mai nächsten Jahres sollen Autohändler Fahrzeuge online zulassen können.

Für die Autohändler wäre die nächste Stufte des i-Kfz eine große Erleichterung: Dann können sie die Fahrzeuge ihrer Kunden selbst online zulassen.(Bild:  Promotor)
Für die Autohändler wäre die nächste Stufte des i-Kfz eine große Erleichterung: Dann können sie die Fahrzeuge ihrer Kunden selbst online zulassen.
(Bild: Promotor)

Wie berichtet, hatte die Landesverkehrsministerkonferenz Anfang Mai beschlossen, die internetbasierte Kraftfahrzeugzulassung (i-Kfz) weiter voranzutreiben, sodass schon ab Mai 2023 auch die Autohäuser die Fahrzeuge ihrer Kunden selbst online zulassen zu können.

„Da geht ein Aufatmen durch die Händlerschaft – auch im echten Norden“, reagierte der Kfz-Landesverband Schleswig-Holstein auf die Nachricht und verwies auf die Situation des Handels insbesondere in der ersten Corona-Welle. Für die meisten Autohändler war es in Folge der Pandemie insbesondere im Jahr 2020 nur unter erschwerten Bedingungen möglich, Termine in ihrer Zulassungsstelle zu erhalten. Teilweise mussten Händler wochenlang warten, bis sie die Fahrzeuge ihrer Kunden zulassen konnten.

Unter normalen Umständen können Händler in ihrer Zulassungsstelle innerhalb eines Tages die Anmeldung erreichen. Vor diesem Hintergrund hatte der Kfz-Handel immer wieder gefordert, die nächste Stufe des i-Kfz umzusetzen.

Langjähriger Stufenplan abgearbeitet

Der Stufenplan besteht seit 2013. Seit 2015 können Privatleute ihren Pkw online abmelden, seit Herbst 2017 auch wieder zulassen und seit 2019 auch Autos neu zulassen und umschreiben lassen. Das Gewerbe musste aber weiterhin warten, weil vor allem juristische Fragestellungen rund um die Legitimation zu klären waren.

Ab Mai 2023 sollen zunächst größere Unternehmen ihre Zulassungen über eine noch einzurichtende Großkundenschnittstelle laufen lassen. Kleinere Betriebe sollen über die Portale der jeweiligen Zulassungsstellen die Fahrzeuge zulassen könnten.

Jan-Nikolas Sonntag, Geschäftsführer des Landesverbands Schleswig-Holstein, wertet das als bahnbrechende Neuerung: „Das ist eine wirklich gute Nachricht. Für die von uns vertretenen Händler geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, und ein auch von uns als Verband gegenüber den Entscheidungsträgern auf kommunaler und Landesebene immer wieder thematisierter Missstand findet ein Ende.“

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