VW-Rückruf Erneut Aktionen gegen Thermofenster

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Für knapp 1,3 Millionen Diesel der Baureihen Amarok, Crafter, Polo, T5 und Touareg kündigt das KBA Softwareupdates wegen einer unzulässigen AGR-Reduktion an.

Bei vielen älteren VW-Crafter-Modellen soll die Software angepasst werden.  (Bild:  Hersteller)
Bei vielen älteren VW-Crafter-Modellen soll die Software angepasst werden.
(Bild: Hersteller)

Die Urteile des Europäischen Gerichtshofs zu Thermofenstern in Dieselfahrzeugen (EuGH-Az.: C-128/20, C-134/20 und C-145/20) vom Juli 2022 hinterlassen nach wie vor Spuren in der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). So hat die Behörde nun eine ganze Serie von VW-Aktionen angekündigt, weil die Reduktion der Abgasrückführung (AGR) aus ihrer Sicht nicht den EuGH-Urteilen und der EU-Richtlinie 715/2007 entspricht.

Am größten ist der Rückruf mit dem internen Herstellercode „23M4“ für den Crafter und den T5 der Baujahre 2009 bis 2015. Er betrifft den Angaben zufolge 932.223 Einheiten, davon 295.744 in Deutschland. Es folgen die Aktionen „23M5“ für 132.428 (14.480 in D) Exemplare des Amarok der Baujahre 2010 bis 2013 und „23M3“ für den Polo der Baujahre 2010 bis 2014. Hier geht es weltweit um 126.290 Kleinwagen, davon 12.393 auf dem Heimatmarkt. Zum VW Touareg werden zwei Rückrufnummern genannt: einmal die „23M7“ für etwas über 77.000 Einheiten und die „23N3“ für 6.813 SUVs. Auf Deutschland entfallen davon 9.169 beziehungsweise 1.870 Fahrzeuge.

Keine Antwort aus Wolfsburg

Angesichts der genannten Baujahre muss davon ausgegangen werden, dass es wieder um den vom Abgasskandal bekannten Motor EA189 geht. Es bleibt daher abzuwarten, ob es bei diesen Meldungen bleibt oder ob noch weitere zu anderen VW-Baureihen und -Konzernmarken folgen. Vom Hersteller liegt bislang noch keine Stellungnahme vor. Die Behörde nennt eine Hotline-Nummer für weitere Fragen. Sie lautet 0800 - 8655 79 2436. Auch noch nicht bekannt ist, ob das KBA die Rückrufe überwacht, also ob die anstehenden Softwareupdates verpflichtend sind. Davon ist allerdings auszugehen.

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