Ersatzteilmarkt: Passt beim ersten Biss

Autor / Redakteur: Jakob Schreiner, Ottmar Holz / Ottmar Holz

Freie Werkstätten greifen trotz kleinerer Marge immer öfter zum Originalteil – denn dieses passt auf Anhieb. Die OEMs und einige große Autohändler nutzen diesen Trend und erobern zunehmend den freien Teilemarkt.

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Der meist günstigere Preis von Ersatzteilen aus dem freien Teilemarkt hilft der Werkstatt wenig, wenn das neue Teil nicht richtig passt oder vorschnell ausfällt.
Der meist günstigere Preis von Ersatzteilen aus dem freien Teilemarkt hilft der Werkstatt wenig, wenn das neue Teil nicht richtig passt oder vorschnell ausfällt.
(Bild: © Markus Mainka, © stockpics/Fotolia.com, [M]GötzelHorn)

Höhere Rabatte und niedrigere Preise sind im Teilegeschäft längst nicht mehr das Wichtigste. Heute kommt es vor allem auf andere Faktoren an: Gute Erreichbarkeit auf allen Kommunikationswegen, hohe Zuverlässigkeit und Teileverfügbarkeit sowie schneller Lieferservice sind vor allem dann wichtig, wenn das Kundenfahrzeug zerlegt auf der Hebebühne schwebt.

Das Logistikzentrum Lehrte

Rund 35 Kilometer südlich von Hannover betreibt die Autohaus Schmidt GmbH das Nora-Logistikzentrum Lehrte (nicht organisationsgebundene rabattbegünstigte Abnehmer) und verschickt von dort aus Originalteile der VW-Konzernmarken in die ganze Republik. Die 18 Mitarbeiter vor Ort bearbeiten täglich Bestellungen von rund 650 Betrieben – gelistet sind insgesamt 2.100 Betriebe. Eine Spedition übernimmt die bundesweite Auslieferung, die in der Regel frachtfrei und bis zum nächsten Morgen erfolgen soll. Die Kunden bestellen dabei nicht nur Teile, die im freien Teilehandel nicht zu bekommen sind. „Rund 20 Prozent unseres Bestellvolumens entfällt auf Verschleißteile“, sagt der Logistikleiter Andreas Bätje.