Tarifverhandlungen Erste Kfz-Betriebe nahmen am Warnstreik teil

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Bundesweit kam es am Dienstag zu ersten Warnstreiks in Kfz-Betrieben und Autohäusern. Die IG Metall hatte dazu aufgerufen, weil die erste Verhandlungsrunde scheiterte. Gefordert werden 6,5 Prozent mehr Lohn. Weitere Streiks sollen folgen.

Am Dienstag kam es zu ersten Warnstreiks im Kfz-Handwerk. Die IG Metall hatte dazu bundesweit Beschäftigte aufgerufen. Weitere Warnstreiks sollen folgen. (Bild:  2021-03-16 Koblenz Warnstreik IG Metall DSC_9490 /Max Gerlach / CC BY-SA 2.0)
Am Dienstag kam es zu ersten Warnstreiks im Kfz-Handwerk. Die IG Metall hatte dazu bundesweit Beschäftigte aufgerufen. Weitere Warnstreiks sollen folgen.

Am Dienstag,1. April, kam es in mehreren Bundesländern zu einzelnen Streiks in Kfz-Betrieben. Weil die Tarifverhandlungen im Kfz-Handwerk in der ersten Runde laut der Gewerkschaft IG Metall in den Tarifgebieten Nordost, Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und NRW keine Annäherung gebrachten, hatte die Gewerkschaft bundesweit zu Warnstreiks in Kfz-Werkstätten und Autohäusern aufgerufen.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten in den Autohäusern 6,5 Prozent mehr Geld und 170 Euro mehr für Auszubildende. Die zweite Verhandlungsrunde startet am 9. April in Niedersachsen.

Zu Warnstreiks kam es unter anderem in Sachsen-Anhalt, wo laut IG Metall in sogenannten Staffelstreiks in mehreren Betrieben nacheinander für kurze Zeit die Arbeit niedergelegt werden sollte. Betroffen waren Autowerkstätten in Halberstadt, Aschersleben, Peißen, Landsberg, Sangerhausen, Querfurt, Lutherstadt Eisleben und Merseburg. Die Streiks an den einzelnen Standorten dauerten jeweils eine halbe Stunde und bis in den Mittag. Insgesamt sollten daran rund 130 Beschäftigte teilnehmen.

Betroffen war auch ein Autohaus in Schweinfurt (Emil Frey). In Nürnberg sind laut IG Metall am Mittwoch Beschäftigte in den Niederlassungen von Mercedes-Benz, BMW, Daimler-Truck, MAN und dem Autozentrum Nürnberg Feser zum Warnstreik aufgerufen.

„Die Wertschätzung ist gering, der Arbeitsdruck im Kfz-Handwerk hoch. Und die Arbeitgeber schauen am Verhandlungstisch bislang tatenlos zu“, beschreibt Nadine Boguslawski vom Vorstand der IG Metall die Situation.

Aus Sicht der IG Metall brauche das Kfz-Handwerk dringend bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Das habe eine Umfrage der Gewerkschaft unter rund 12.000 Beschäftigten gezeigt. Der Branche gehe es insgesamt gut. „Die Beschäftigten in den Autohäusern verkaufen derzeit insbesondere viele Gebrauchtwagen. In den Werkstätten müssen Kunden wegen der hohen Auslastung und des Fachkräftemangels lange auf einen Termin warten. Viele Beschäftigte arbeiten am Anschlag. Darum ist jetzt dringend Zeit für Entlastungen: im Geldbeutel und bei der Arbeitszeit“, so Boguslawski.

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