Vinfast Erster Rückruf für die neue E-Marke

Von Andreas Grimm

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Mit gleich vier E-Modellen ist Vinfast auf dem Pariser Autosalon vertreten. Nach vier Jahren Aufbauzeit wollen die Vietnamesen nun Europa mit ihren E-Modellen erobern. Gleichzeitig müssen sie zuhause einen Rückruf starten.

Vinfast ist derzeit mit vier Modellen in Paris zu sehen. In der Heimat muss sich der Autobauer einem Rückruf stellen.(Bild:  Vinfast)
Vinfast ist derzeit mit vier Modellen in Paris zu sehen. In der Heimat muss sich der Autobauer einem Rückruf stellen.
(Bild: Vinfast)

Der Startschuss von Vinfast für den europäischen Markt auf dem Pariser Autosalon wird überschattet von einem Rückruf des vietnamesischen Herstellers. Den Angaben zufolge müssen 730 Elektroautos des Modells VF E34 zurückrufen werden. Das klingt nicht nach viel, entspricht aber einem Drittel der bislang 2.208 verkauften Elektrofahrzeugen des Autobauers. Erstmals berichtete die Nachrichtenagentur „Reuters“ darüber.

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Der aktuelle Rückruf ist auf einen Seitenaufprallsensor des Airbagsystems zurückzuführen. Es gebe wahrscheinlich einen Inkompatibilitätsfehler mit dem Airbag-Controller, heißt es vom Hersteller. Dadurch könne ein falsches Signal an den Controller übermittelt werden. Die Sensoren sollen nun getauscht werden. Schaden sei durch den Fehler noch keiner entstanden.

Die betroffenen Fahrzeuge wurden bislang nur in Vietnam ausgeliefert. Der europäische Marktstart in Form von Auslieferungen steht noch bevor. Die Reservierungsphase für die hierzulande zunächst erhältlichen Modelle VF 8 und VF 9 hatte allerdings schon am Jahresanfang begonnen. Vor einigen Wochen wurden die ersten 100 Einheiten VF 8 an Erstbesteller („Vin-First“) in Vietnam ausgeliefert. Etwa 5.000 Einheiten des Modells will das Unternehmen „voraussichtlich noch in diesem Jahr“ international an Kunden übergeben.

In Europa nutzt Vinfast derzeit den Pariser Autosalon, um sich der Kundschaft zu präsentieren. Bereits vor vier Jahren hatte das Unternehmen dort erstmals seinen Auftritt, unter anderem mit dem Fußballer David Beckham als Markenbotschafter. In der französischen Hauptstadt sind vier Modelle zu sehen: VF 6, VF 7, VF 8 und VF 9. Mit ihnen deckt der Hersteller die Segmente B bis E ab. Man könne nun beweisen, dass „Vietnam nicht nur in der Lage ist, Autos herzustellen, sondern auch einen großen Sprung in Richtung der elektrifizierten Revolution zu machen“, sagte die Vorstandschefin von Vinfast, Le Thi Thu Thuy.

Das Unternehmen hat inzwischen nach eigenen Angaben weltweit etwa 65.000 Reservierungen registriert. Bis 2026 soll Vinfast in der Lage sein, 750.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr zu verkaufen. Dafür hat der Autobauer vor Kurzem die Partnerschaft mit Infineon verlängert. Man werde ein gemeinsames Kompetenzzentrum für die Elektromobilität einrichten, um die Zukunft der intelligenten Mobilität zu beschleunigen. Die Einweihung des Zentrums ist für das erste Quartal 2023 geplant.

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