Kundenbindung im Service Es wird wieder mehr repariert

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 8 min Lesedauer

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Immer mehr Menschen lassen auch bei älteren Fahrzeugen teure Reparaturen durchführen. Für die Werkstätten sind das gute Nachrichten. Bleibt die Frage: Können Markenbetriebe bei solchen Aufträgen mit freien Werkstätten mithalten?

Lieber noch mal reparieren lassen als Geld in ein neues Auto stecken – nach der Devise handeln mittlerweile viele Autofahrer.(Bild:  Dominsky – VCG)
Lieber noch mal reparieren lassen als Geld in ein neues Auto stecken – nach der Devise handeln mittlerweile viele Autofahrer.
(Bild: Dominsky – VCG)

Immer häufiger hören wir derzeit bei Besuchen in Autohäusern, dass deren Kunden auch ältere Fahrzeuge sehr aufwendig reparieren lassen. Selbst ganz normale Alltagsautos werden bis über die Grenze der Wirtschaftlichkeit hinaus instand gesetzt:

Beispiel 1: „Ein älterer Fiat 500 hat letztens bei uns eine neue Hinterachse, neue Bremsleitungen und eine neue Ölwanne bekommen“, berichtet Raphael Bernegger, Serviceleiter im Autohaus Bernegger in Rosenheim. „Die Gesamtkosten lagen zwischen 3.500 und 4.000 Euro und damit klar über dem Zeitwert des Wagens. Aber die Besitzerin, eine ältere Dame, sagte uns: ‚Ich will kein neues Auto mehr.‘“