Der neue Mercedes CLA nutzt ein neues 48-Volt-Hybridsystem. Dank größerer Batterie, E-Antrieb im Getriebe und Rekuperation in allen Gängen fährt er in vielen Situationen rein elektrisch.
Mercedes setzt im Verbrenner-CLA neue Mildhybridbenziner ein.
(Bild: Mercedes-Benz)
Fast alle Hersteller elektrifizieren ihre Verbrenner, weil allein mit klassischen Maßnahmen wie Downsizing oder Reibungsoptimierung keine weiteren großen Effizienzsprünge mehr erreichbar sind. Mild- und Vollhybride senken den Verbrauch, machen den Antrieb im Alltag geschmeidiger und helfen, künftige Flottenvorgaben zu erfüllen. Die 48-Volt-Technik gilt dabei als besonders pragmatischer Weg: Sie kostet deutlich weniger als ein Hochvolthybrid, funktioniert aber im Stadtverkehr fast genauso gut.
Mildhybride unterstützen den Verbrenner mit rekuperierter Energie. In der Regel arbeiten sie als Riemenstarter-Generator, der kurz boostet und Start-Stopp übernimmt. Im neuen CLA hebt Mercedes das Konzept Mildhybrid mit größerer Batterie, einem E-Antrieb im Getriebe und Rekuperation in allen Gängen auf ein neues Niveau.
Bildergalerie
Die Stuttgarter setzen auf ein ungewöhnlich aufwendiges Konzept, bei dem der E-Motor direkt im Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet. Eine dritte Kupplung trennt den Verbrenner komplett vom Antriebsstrang. „Verbrennung, Mechanik, Getriebe und Hybridisierung, wir wollten ein System, das als Ganzes optimiert ist“, sagt Motorenentwickler Heiko Schilling. So dient das Konzept des CLA nicht nur als Start-/Stopphilfe oder um den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen zu unterstützen. Vielmehr kann man mit dem CLA im Stadtverkehr längere Strecken rein elektrisch fahren.
Möglich macht das eine für 48-Volt-Systeme ungewöhnlich große Batterie mit 1,3 kWh nutzbarer Energie. Der Stromspeicher erlaubt Rangieren, leises Dahingleiten und wird beim Rekuperieren mit bis zu 25 kW Leistung blitzschnell wieder gefüllt, und das in allen acht Gängen.
Wie das Hybridgetriebe funktioniert
Das Hybridgetriebe selbst ist einer der aufwendigsten Teile des Systems. Das elektrifizierte Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert eine normale Doppelkupplung mit einer dritten Kupplung. Sie trennt den Benziner vollständig vom Antrieb und ermöglicht rein elektrisches Fahren. Zudem kann der Verbrennungsmotor vollständig über E-Maschine und Trennkupplung gestartet werden. Es ist also kein herkömmlicher Ritzelstarter mehr nötig.
Die E-Maschine selbst sitzt zwischen beiden Getriebewellen. Dank der Dreifach-Kupplung boostet und rekuperiert der CLA in allen Gängen. Ein technischer Vorteil, den weder BMW noch Audi bieten. „Andere Getriebekonzepte erlauben elektrisches Fahren nur in den geraden oder ungeraden Gängen“, erklärt der Motorenexperte. Außerdem ist die E-Maschine mit 22 kW Leistung und 200 Nm relativ stark, sodass der Verbrenner seltener übernehmen muss. Der E-Motor des Audi A3 1.5 TSI beispielsweise liefert nur 50 Nm Drehmoment. Der 1,5 Litermotor des BMW 220 Gran Coupé wird elektrisch nur mit 15 kW und 55 Nm unterstützt. Und auch die Akkus von BMW und Audi sind deutlich kleiner.
Wo es beim Durchzug hakt
Der Nachteil der aufwendigen Mercedes-Lösung zeigt sich in der Praxis. Beim spontanen Leistungsabruf klappt das Zusammenspiel von Kupplungen und Hydraulik nicht immer flüssig. Gibt man Gas, dreht der Vierzylinder hörbar hoch, doch der Schub kommt zunächst ausschließlich vom Elektromotor. Der Verbrenner läuft zwar, ist aber noch nicht mit dem Getriebe verbunden. Erst wenn die Kupplung schließt, übernimmt er.
Im Verbrauch macht sich der Aufwand jedoch bezahlt. Auf dem Papier liegen die Werte der 115 kW/156 PS beziehungsweise 135/184 PS starken Versionen mit 4,9 l/100 km zwar in etwa auf dem Niveau von BMW 220 Gran Coupé (5,3 Liter) und Audi A3 1.5 TFSI Automatik (5,1 Liter). In der Praxis dürfte der Mercedes dank des höheren E-Anteils sparsamer unterwegs sein als die Konkurrenz. Bei einer ersten Testrunde verhielt sich der Mercedes jedenfalls eher wie ein kleiner Vollhybrid. Er rollte häufig elektrisch, segelt immer wieder bis etwa 100 km/h und gewann spürbar Energie zurück, sodass der Bordcomputer nach entspannt gefahrenen 100 Kilometern 4,0 Liter meldete.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.