Analyse EU-Neuwagenmarkt erholt sich nur langsam

Von Andreas Grimm , Marie-Madeleine Aust 2 min Lesedauer

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Im Februar dieses Jahres hat sich der europäische Neuwagenmarkt ein Stück weit erholt. Die Zahl der Erstanmeldungen ist um gut 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen.

In einem Großteil der EU-Mitgliedsstaaten lag der Absatz weiterhin unter Vorkrisenniveau.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
In einem Großteil der EU-Mitgliedsstaaten lag der Absatz weiterhin unter Vorkrisenniveau.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Neuwagenmarkt in der EU wie in ganz Europa erholt sich weiter, bleibt aber deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Das geht aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) auf Basis der Zahlen des Branchenverbands Acea hervor.

Den Angaben von Verband und EY zufolge stieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Europa um 12,2 Prozent im Vergleich zum Februar 2022 auf 902.775 Einheiten. Nur bezogen auf die EU kletterten die Neuzulassungen um 11,5 Prozent auf knapp 803.000 Einheiten. Dabei lag der Absatz in 22 der 27 EU-Mitgliedsländer weiterhin unter dem Zulassungsniveau vom Februar 2019. Stark zugelegt haben die Neuzulassungen dagegen in Großbritannien, wo 74.400 Neuzulassungen ein Plus von 26,2 Prozent bedeuten. In den drei Ländern der Efta (Norwegen, Island, Schweiz) sanken die Verkäufe leicht um 0,3 Prozent auf fast 25.600 Einheiten.

Nach zwei Monaten ist der europäische Automarkt (EU, Efta und Großbritannien) im laufenden Jahr bei 1,81 Millionen Neuzulassungen angekommen. Das sind 11,5 Prozent mehr als in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022.

Grundsätzlich hätten sich die Rahmenbedingungen für die Autoindustrie verbessert, bilanziert EY. So sei die Liefersituation bei Vorprodukten und Halbleitern deutlich besser als noch vor einem Jahr. Allerdings gebe es weiterhin erhebliche Probleme, vor allem der Krieg in der Ukraine, die Spannungen zwischen den USA und China, die hohe Inflation und die hohen Neuwagenpreise würden den Absatz dämpfen.

Wachstum bei Elektroautos lässt nach

Die Neuzulassungen reiner Elektroautos (BEV) legten im Februar insgesamt um 39,6 Prozent zu. Der Marktanteil stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 9,7 Prozent auf 12,1 Prozent. Die höchsten Marktanteile innerhalb der EU wurden laut der EY in den Skandinavischen Ländern registriert: In Schweden lag der BEV-Marktanteil bei 33 Prozent, in Finnland bei 30 Prozent und in Dänemark bei 27 Prozent.

Deutlich seltener werden Elektroautos in Osteuropa verkauft: In Polen betrug der BEV-Marktanteil im Februar gerade mal 2,9 Prozent und in der Tschechischen Republik 1,8 Prozent. Auch in Südeuropa ist der Anteil reiner Elektroautos nach wie vor sehr niedrig: In Italien liegt er bei 3,7 Prozent, in Spanien bei 4,5 Prozent.

Deutschland liegt mit einem BEV-Marktanteil von 15,7 Prozent im EU-Vergleich im oberen Mittelfeld. Ein ausschlaggebender Faktor beim Kauf von BEV-Modellen seien etwaige Kaufprämien, heißt es weiter in der Mitteilung. Länder ohne staatliche Förderprogramme weisen die geringsten Elektro-Marktanteile auf.

Plug-in-Hybride auf dem Rückzug

Der PHEV-Marktanteil ist EU-weit auf 7,2 Prozent gesunken – zum Vergrößern bitte klicken.(Bild:  Ernst & Young GmbH)
Der PHEV-Marktanteil ist EU-weit auf 7,2 Prozent gesunken – zum Vergrößern bitte klicken.
(Bild: Ernst & Young GmbH)

Besonders schwer haben es inzwischen Plug-in-Hybride (PHEV). Deren Neuzulassungen sanken im Februar EU-weit gegenüber dem Vorjahresmonat um 7 Prozent. Auch der Marktanteil ist von 8,6 Prozent auf 7,2 Prozent gefallen.

In Summe haben die beiden elektrischen Antriebsformen PHEV und BEV im Februar somit um 17,5 Prozent zugelegt – das ist noch etwas stärker als der Gesamtmarkt. Der Marktanteil elektrifizierter Neuwagen stieg daher nur leicht: von 18,3 Prozent auf 19,3 Prozent.

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