Europäischer Automarkt Neue Modelle treiben den Absatz

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die europäischen Neuzulassungen haben nach einem starken September im Jahresverkauf ins Plus gedreht. In der Statistik hinterlassen die chinesischen Autobauer inzwischen deutliche Spuren. Und: Großbritannien wird zum Elektro-Musterland.

Der europäische Neuwagenmarkt hat im September gut zugelegt.(Bild:  Schreiner – VCG)
Der europäische Neuwagenmarkt hat im September gut zugelegt.
(Bild: Schreiner – VCG)

Der europäische Neuwagenmarkt bleibt auf Erholungskurs. Wie aus den Zahlen des Herstellerverbands Acea hervorgeht, legte die Zahl der Neuzulassungen im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,7 Prozent auf 1,237 Millionen Einheiten zu. Erfasst wurden die Neuzulassungen in den Ländern der EU (+10,0 %), der Efta (+4,4 %) sowie in Großbritannien (+13,7 %).

Nach neun Monaten ist der Neuwagenmarkt damit gesamteuropäisch leicht im Plus: Insgesamt kamen 9,93 Millionen Pkw erstmals in den Verkehr – 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In der EU (+0,9 %) fällt das Wachstum bislang verhaltener aus als in den Efta-Ländern (+6,2 %) und in Großbritannien (+4,2 %).

Die aktuelle Dynamik erklärt der Herstellerverband „zum Teil durch die Einführung neuer Modelle“ – etwa im Umfeld der IAA Mobility, aber auch angesichts immer neuer elektrischer Modelle in den mittleren Preiskategorien. Die Zahl der BEV-Neuzulassungen legte im September europaweit um ein gutes Fünftel zu (+21,9 %). Der Absatz der PHEV schnellte sogar um 62,1 Prozent in die Höhe.

Der Marktanteil von batterieelektrischen Fahrzeugen erreichte in allen europäischen Ländern zusammengenommen nach drei Quartalen 18,1 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 14,7 Prozent. Und auch im Jahresverkauf zeigt die Kurve nach oben. Im September lag der BEV-Anteil an allen Neuzulassungen sogar bei 21,0 Prozent.

Größter europäischer BEV-Markt ist Großbritannien mit fast 73.000 Neuzulassungen – ein Plus von 29,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Aber auch in Deutschland (+31,9 %), Frankreich (+11,2 %), in Spanien (+59,7 %) sowie im Elektro-Vorzeigeland Norwegen (+12,7 %) geht es deutlich voran. Dagegen fielen die Zulassungszahlen in Belgien (–1,4 %) und den Niederlanden (–3,3 %) leicht. In Norwegen sind übrigens inzwischen 97,7 Prozent aller Neuzulassungen BEV-Modelle, in Großbritannien sind es immerhin 26,4 Prozent.

Die Großen legen zu, die Japaner verlieren

Hinsichtlich der Marktanteile war der September ein guter Monat für die großen Drei in Europa. Der Volkswagenkonzern (+11,1 %), Stellantis (+10,5 %) und vor allem der Renault-Konzern (+14,4 %) steigerten ihre Verkaufszahlen mehr oder weniger überdurchschnittlich. Die Fabrikate aus Japan und Südkorea mussten dagegen Marktanteile abgeben oder verloren im günstigen Marktumfeld sogar Kunden. Einzig Nissan konnte die Verkäufe überproportional steigern (+19,8 %).

Zu den Gewinnern gehörten zudem einmal mehr die chinesischen Hersteller. SAIC legte um 79,2 Prozent auf 18.400 Einheiten zu und kommt damit auf einen Marktanteil von 2,1 Prozent. BYD vervierfachte die Neuzulassungen auf 13.200 Einheiten und kommt damit auf einen Marktanteil von 1,5 Prozent.

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