Neuzulassungen Der europäische Automarkt wächst stabil

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die kriselnde Autobranche hat in Europa im Oktober deutlich zugelegt. Eine weitere tiefgreifende Erholung der Nachfrage ist aber nicht zu erwarten. Während die Elektrifizierung voranschreitet, setzt sich der Sturzflug von Tesla fort.

Im Oktober gab es für die Logistiker wieder mehr auszuliefern. Die Neuzulassungen in Europa legten um 4,9 Prozent zu.(Bild:  Grimm/»kfz-betrieb«)
Im Oktober gab es für die Logistiker wieder mehr auszuliefern. Die Neuzulassungen in Europa legten um 4,9 Prozent zu.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Die Neuwagen-Nachfrage entwickelt sich anhaltend positiv, wenn auch noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Wie der Herstellerverband Acea am Dienstag, 25. November, mitteilte, stieg die Zahl der Neuzulassungen in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien im Oktober zusammen um 4,9 Prozent auf 1.091.904 Einheiten.

Der europäische Neuwagenmarkt ist damit den vierten Monat in Folge im Plus – und das so deutlich, dass das rückläufige erste Halbjahr inzwischen egalisiert wurde. Nach zehn Monaten steht ein Plus von 1,9 Prozent in den Zulassungsstatistiken. In diesem Zeitraum kamen 11,02 Millionen Neuwagen erstmals in den Umlauf.

Das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie sei jedoch noch deutlich entfernt, schrieb der Verband. Im Oktober 2019 zählten die Zulassungsstellen noch 1,09 Millionen Einheiten, der Gesamtmarkt hatte sich bis dahin auf 13,17 Millionen Einheiten summiert.

Das „sehr niedrige Ausgangsniveau“, sieht auch Constantin Gall, Mobilitätsexperte bei der Unternehmensberatung EY. Es relativiere die positive Entwicklung. Zudem spreche „nichts für eine echte und durchgreifende Markterholung. Wir sehen aufgrund der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin eine große Kaufzurückhaltung.“ Ein Treiber für mehr Absatz könnte in Zukunft allerdings der immer weiter steigende Ersatzbedarf in der europäischen Autoflotte sein. Derzeit blieben aber Unternehmen und Privatleute beim Neuwagenkauf noch „sehr zurückhaltend“.

BEV bleiben auf Wachstumskurs

Der Marktanteil von batterieelektrischen Fahrzeugen erreichte im Oktober europaweit 20,6 Prozent. Im Oktober 2024 waren es 16,3 Prozent. Hybrid-Elektrofahrzeuge sind bei den Käufern die beliebteste Antriebsart (34,2 %; 2024: 33,3 %), Plug-in-Hybride sind weiter im Aufwärtstrend und erreichen einen Anteil von 10,7 Prozent (2024: 8,0 %).

Nach zehn Monaten sind in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien 2,02 Millionen BEV zugelassen worden. Das war ein Plus von 26,2 Prozent. Die Zahl der PHEV legte um 32,9 Prozent auf 1,035 Millionen Einheiten zu.

Vom kleinen Elektroboom ausgeschlossen bleibt weiterhin der US-Hersteller Tesla. Das Fabrikat verlor im Oktober die Hälfte seiner Käufer (-48,5 %). Der Absatz brach von 13.519 auf 6.964 Einheiten ein. Dagegen verdreifachte sich der BYD-Absatz auf 17.400 Einheiten und SAIC legte um 36 Prozent auf 23.900 Einheiten zu – wobei die dahinterstehende Marke MG natürlich inzwischen auch viele Verbrenner- und Hybrid-Modelle verkauft.

Volkswagenkonzern baut Stellung aus

Unangefochtener Marktführer in der EU bleibt der Volkswagenkonzern, dessen Marken im Oktober insgesamt um 6,5 Prozent auf einen Gesamtabsatz von 308.500 Einheiten zulegten. Treiber waren die Marken Skoda (+9,5 %) und vor allem Cupra (+26,3 %), während der Porsche-Absatz um 28 Prozent schrumpfte. Der Marktanteil des Volkswagenkonzerns legte im Oktober von 27,8 auf 28,3 Prozent zu.

Während die Nummer zwei, Stellantis, den Marktanteil bei 14,4 Prozent stabil hielt, legte der Renault-Konzern von 9,9 auf 10,4 Prozent zu. Großer Oktober-Verlierer war Toyota, deren Marktanteil von 8,1 auf 6,8 Prozent schrumpfte. Daneben musste Mercedes einen deutlichen Verlust an Marktanteilen hinnehmen (von 5,6 auf 5,1 %).

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