Verkehr und Industrie EU soll Wasserstoff als Grundlage für Mobilität fördern

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Die Vorstände von 37 Unternehmen fordern von der EU-Spitzenpolitik Wasserstoffmobilität in ihrer Strategie. Sie sehen darin vor allem drei Vorteile.

Die Vorstände führender Energie-, Automobil- und Technologieunternehmen sehen in der Wasserstoffmobilität einen wichtigen Faktor für die Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit Europas.(Bild:  H2 Mobility)
Die Vorstände führender Energie-, Automobil- und Technologieunternehmen sehen in der Wasserstoffmobilität einen wichtigen Faktor für die Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit Europas.
(Bild: H2 Mobility)

Die Vorstände weltweit führender Energie-, Automobil- und Technologieunternehmen haben sich in einem gemeinsamen Brief an die Staats- und Regierungschefs der europäischen Mitgliedstaaten gerichtet. Darin fordern sie, Wasserstoffmobilität als festen Bestandteil in die europäischen Strategien für sauberen Verkehr und Industrie einzubinden. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Air Liquide, die BMW Group, Daimler Truck, Honda Motor, Hyundai, Iveco, Linde, Mahle, Toyota und Volvo.

In dem Brief heißt es, Wasserstoffmobilität sei für die Klimaziele, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die strategische Widerstandsfähigkeit Europas von entscheidender Bedeutung. Zudem fordern sie sofortige und gezielte politische Maßnahmen, um Investitionen zu erschließen und den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen und -infrastruktur in der gesamten EU auszuweiten.

Den Brief haben Führungskräfte aus 37 Unternehmen unterzeichnet, darunter Großkonzerne und kleinere Zulieferer, die zusammen das Ökosystem der Wasserstoffmobilität abdecken. Die Vorstände weisen auf drei Punkte hin:

  • Wasserstofftechnik ist als Ergänzung zu batterieelektrischen Fahrzeugen entscheidend für eine diversifizierte, resiliente und kosteneffiziente Dekarbonisierung des Straßenverkehrs. Durch einen diversifizierten Ansatz könnten in Europa bis 2050 zwischen 300 und 500 Milliarden Euro Infrastrukturkosten gespart werden. Zwei Mobilitätsinfrastrukturen wären für Europa kostengünstiger als eine reine Elektrifizierung.
  • Wasserstoffmobilität ist ein Motor für Arbeitsplätze und industrielles Wachstum. Die bestehenden industriellen Stärken Europas in der Automobilindustrie und der fortschrittlichen Fertigung können genutzt werden, um eine Führungsposition in der Wasserstofftechnik zu übernehmen und bis 2030 bis zu 500.000 Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Wasserstoffmobilität erschließt entscheidende Synergien im Energiesystem. Wasserstoff ermöglicht die Bündelung der Nachfrage, unterstützt schwer zu dekarbonisierende Branchen und reduziert die Verschwendung erneuerbarer Energien drastisch.

Stagnation ohne besseren politischen Rahmen

Trotz der Fortschritte warnen die Vorstände, dass die Wasserstoffmobilität in Europa stagnieren wird – wenn nicht ein besser koordinierter und pragmatischer politischer Rahmen geschaffen wird. Dazu müsse Wasserstoffmobilität als ein zentraler Bestandteil in strategische Programme eingebunden werden, wie etwa in den EU-Investitionsplan für nachhaltige Mobilität im Rahmen des Clean Industrial Deals. Laufende Bemühungen um einfachere EU-Vorschriften könnten ergänzend dazu beitragen, die Kosten und die Komplexität des Aufbaus der entsprechenden Infrastruktur zu reduzieren.

Den vollständigen Brief der Unternehmen an die politischen Entscheidungsträger der EU gibt es auf: globalh2mobilityalliance.org.

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