Eventmarketing: Corona-Rock statt Blues

Sind Veranstaltungen passé, bis es einen Corona-Impfstoff gibt? Nein, es bedarf nur kreativer Konzepte. Das digitale Wohnzimmerkonzert des Autohauses Büdenbender und das Pop-up-Autokino des Ford-Stores Kreissl sind dafür beispielhaft.

| Autor: Julia Mauritz

Die in Siegen bekannte Band Hörgerät spielte im Autohaus Büdenbender ein Wohnzimmerkonzert, das auf sozialen Plattformen übertragen wurde.
Die in Siegen bekannte Band Hörgerät spielte im Autohaus Büdenbender ein Wohnzimmerkonzert, das auf sozialen Plattformen übertragen wurde. (Bild: Autohaus Büdenbender)

Die traditionelle Autoausstellung in der Innenstadt: gecancelt. Die Fahrzeugpräsentation im Autohaus: verboten. Das Frühlingsfest auf dem Betriebsgelände: verschoben auf nächstes Jahr. Mit dem Ausbruch von Corona und den beschlossenen Schutzmaßnahmen kamen die Events der Autohändler von einem Tag auf den anderen komplett zum Erliegen. Eine Schockstarre machte sich breit.

Ein Zustand, den das Mehrmarkenautohaus Büdenbender, das in zwei Betrieben jährlich rund 1.500 und Neu- und Gebrauchtwagen der Marken Honda, Hyundai, Volvo, Mitsubishi, Mazda und Nissan verkauft, so nicht hinnehmen wollte. Gemeinsam mit seiner Siegener Marketingagentur Markenstürmer entwickelte das Familienunternehmen mitten in der akuten Krise ein Konzept für ein digitales Autohauskonzert mit einem Udo-Lindenberg-Double. Das Datum war mit dem 30. April bewusst gewählt: „Nachdem in Siegen die zahlreichen Tanz-in-den-Mai-Veranstaltungen abgesagt werden mussten, waren viele Menschen zu Hause. Wir wollten sie mit unserem Wohnzimmerkonzert von ihren Sorgen ablenken und zugleich den schwer gebeutelten Künstlern etwas Gutes tun“, schildert Markenstürmer-Geschäftsführer Helge Teichmann.

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