Betrugsverdacht in der Oldtimerbranche Krimiserie mit bislang unbekannter Zahl von Folgen

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 3 min Lesedauer

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Zwei 300 SL Roadster, aber nur eine Fahrgestellnummer – das gab es kürzlich schon mal. Unabhängig von den Hausdurchsuchungen bei Kienle Automobiltechnik wurde Anfang Juli ein weiterer Fall vor dem Landgericht Stuttgart verhandelt. »kfz-betrieb« war dabei.

Verhandlung am Stuttgarter Landgericht: rechts der Kläger, links der Beklagte, jeweils mit Anwalt, in der Mitte der Vorsitzende Richter.(Bild:  Diehl – VCG)
Verhandlung am Stuttgarter Landgericht: rechts der Kläger, links der Beklagte, jeweils mit Anwalt, in der Mitte der Vorsitzende Richter.
(Bild: Diehl – VCG)

Schon wieder ein gefälschter Mercedes-Benz 300 SL? Man denkt sofort an die Ereignisse bei Kienle Automobiltechnik , obwohl der Baureihenspezialist diesmal nur indirekt beteiligt ist. Und beim Status echt oder falsch sind sich die Gutachter noch uneins.

Der Reihe nach. Am Vormittag des 7. Juli wurde am Landgericht Stuttgart ein Fall verhandelt, bei dem es um zwei 300 SL Roadster (Baureihe W 198 II) geht. Deren Fahrgestellnummern sind identisch. Unstrittig sei, so der vorsitzende Richter, dass ein Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 198 54275 00024 im Jahr 1957 gebaut und nach Venezuela ausgeliefert wurde. Doch dann trennt sich die Historie des Roadsters in zwei Stränge.