Fernwartung und Telematik zum Nachrüsten

Von Steffen Dominsky

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Dank einer Plattform und einer Fahrzeugschnittstelle soll jetzt jedes Fahrzeug zu einem individuellen Connected Car gemacht werden können.

Fernwartung, Carsharing oder Notruf: Mit der „Autoaid Telematics API“ kommen moderne Anwendungen auch noch in älteren Autos zur Anwendung.(Foto:  Park4you)
Fernwartung, Carsharing oder Notruf: Mit der „Autoaid Telematics API“ kommen moderne Anwendungen auch noch in älteren Autos zur Anwendung.
(Foto: Park4you)

Die „Autoaid Telematics API“ ist nach Angaben des Berliner Unternehmens Autoaid eine offene OBD-II-Telematik-Plattform mit der Funktionalität eines Kfz-Diagnosegeräts. Mit der Plattform und der dazugehörigen Schnittstelle, die ebenfalls von dem Anbieter stammt, soll jeder Interessent in die Lage versetzt werden, eigene Anwendungen für ein Connected Car zu entwickeln.

Hierfür stellt das Unternehmen sowohl die Hardware in Form eines OBD-II-Dongles als auch alle notwendigen Fahrzeugparameter zur Verfügung, die zur Entwicklung eines individuellen Connected-Car-Business benötigt werden. Dank einer offenen Telematik-Schnittstelle sollen Entwickler aber auch eigene Hardware nutzen können. Alle Daten werden in beiden Fällen von der Autoaid API gelesen und interpretiert. Schon heute sind damit laut Unternehmensangaben eine ganze Reihe potenzieller Anwendungen möglich:

  • Remote Vehicle Diagnostic: Für Pkw-Ferndiagnosen lassen sich neben OBD-II-relevanten auch herstellerspezifischen Steuergeräte remote auslesen. Per Fernwartung können servicespezifische Parameter wie die Serviceintervall-Anzeige, Warnhinweise, Airbag, Motor und vielen weitere Steuergeräte überprüft werden. Außerdem kann auch der Motorölstand überwacht werden.
  • In-Car-Delivery: Basierend auf den Öffnungs- und Schließbefehlen für Türen und Heckklappe können sich Fahrzeuge für Logistikanwendungen als Paketannahmestellen nutzen lassen.
  • Carsharing-Technologie: Damit lässt sich fast jedes Auto in der Flotte ohne Einbauaufwand in ein Carsharing-Auto verwandeln. Autoaid kennt die Kommandos zum Öffnen oder Schließen der Türen sowie zum Aktivieren oder Deaktivieren der Wegfahrsperre.
  • E-Call: Ältere Fahrzeuge verfügen nicht über Technologie, die bei Unfällen automatisch Hilfe herbeiruft. Mit der Telematik-Plattform und einer Telematik-Einheit von Autoaid kann ein Notrufsystem in jedem OBD-II-Fahrzeug nachgerüstet werden.
  • Unfalldatenschreiber (UDS): Kritische Fahrsituationen wie starkes Beschleunigen, sehr hohe Geschwindigkeiten, Kontakt mit einem Bordstein oder extreme Bremsmanöver hält der UDS fest.
  • Usage Based Insurance (UBI): Durch die per GPS- und OBD-II-Daten gestützte Ermittlung von Fahrstil und Strecke lassen sich z. B. einzelne Strecken versichern. Auch ein Versicherungsschutz abhängig von Tages- und Nachtfahrzeiten ist dank elektronischem Fahrtenbuchschreiber möglich.

Das System gibt es sowohl zum Kauf (199 Euro) als auch zur Miete. Weitere Informationen hat Autoaid im Internet zusammengestellt.

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