Fiat-Verband akzeptiert Kündigung nicht

Von Julia Mauritz

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Der kürzlich verschickte „Letter of Intent“ sei „rechtlicher Müll“ und das Vorgehen des Importeurs keine Basis, um das geforderte Vertrauensverhältnis aufzubauen, so der Verband. Eine Resolution wendet sich gegen die Kündigung.

(Foto:  Mauritz)
(Foto: Mauritz)

Mit einer einstimmigen Resolution gegen die Kündigung der Fiat- und Alfa-Romeo-Händler- und Serviceverträge endete die außerordentliche Mitgliederversammlung des Fiat-Händlerverbands in Frankfurt am Main. Die Kündigungen seien widersprüchlich und treuwidrig, so dass man die Rücknahme sämtlicher Kündigungen fordere, so der Wortlaut im Schreiben. Sollte der Importeur die Kündigung nicht zurücknehmen, werde man sie zur Überprüfung stellen.

Auf der Veranstaltung am Dienstag, an der knapp 300 Händler teilnahmen, wurde deutlich, wie angespannt das Verhältnis zu Fiat Deutschland ist: „Man hat versucht, uns an die Wand zu stellen. Das hat keinen Anstand und keinen Stil, so geht man nicht mit Händlern um“, brachte es Händlerverbandspräsident Wilfried Blöbaum auf den Punkt.

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Fiat Deutschland hatte die Fiat-, Lancia- und Alfa-Romeo-Händler- und Serviceverträge sowie die Jeep-Serviceverträge mit einer zweijährigen Frist im Februar gekündigt – gerade einmal 36 Tage, nachdem das Regelwerk in Kraft getreten war. 41,4 Prozent der Fiat-Partner und 45,2 Prozent der Alfa-Romeo-Händler haben nach Angaben des Verbands keinen so genannten „Letter of Intent“ erhalten, in dem der Importeur die Absicht zur weiteren Zusammenarbeit erklärte, darunter vor allem B-Händler.

Kleba: „Vertrauen per Dekret klappt nicht“

Der stellvertretende Verbandspräsident Karl Kleba kritisierte, dass der Importeur versuche, die schlechten Verkaufszahlen der vergangenen drei Jahre alleine auf die Händler abzuschieben, und die Kündigungen mit einem dringenden Handlungsbedarf im Händlernetz begründe. „Was uns fehlt, sind schlichtweg Modelle. Es gibt massive EDV-Probleme. Fiat hat die schlechtesten Garantie- und Kulanzleistungen in der Branche und hat es nie geschafft, eine einheitliche Signalisation im Handel einzuführen.“

Der Handel verdiene seit drei Jahren kein Geld, so Kleba weiter. Es sei ein Unding, dass Fiat jetzt versuche, Vertrauen per Dekret vom Handel einzufordern, man müsse es sich erarbeiten.

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