Sexuelles Fehlverhalten Finn-Geschäftsführer muss nach Belästigungsvorwürfen gehen

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Inakzeptables Verhalten gegen Mitarbeiter wird immer wieder in der Start-Up-Szene publik. Mal ist es Machtmissbrauch, mal – wie im Falle des Auto-Abo-Anbieters Finn – sexuelles Fehlverhalten. Das hat dem Finn-Chef nun den Job gekostet.

Der Auto-Abo-Anbieter Finn hat ein Problem mit sexuellem Fehlverhalten.(Bild:  Grimm – privat)
Der Auto-Abo-Anbieter Finn hat ein Problem mit sexuellem Fehlverhalten.
(Bild: Grimm – privat)

Der Münchner Auto-Abo-Anbieter Finn hat seine Geschäftsführung umgebaut. Wie das Unternehmen in einer dürren Pressemitteilung schreibt, ist der bisherige CEO und Mitgründer Max-Josef Meier „einvernehmlich“ von seinem Posten zurückgetreten. Zuvor hatte allerdings ein Bericht des Magazins „Capital“ für Aufsehen gesorgt, in dem von sexueller Belästigung in mindestens neun Fällen die Rede war. Von der Redaktion mit den Vorwürfen konfrontiert, gestand Ex-Chef Meier das Fehlverhalten ein.

Max-Josef Meier ist als CEO des Auto-Abo-Anbieters zurückgetreten. Zuvor war der Vorwurf der sexuellen Belästigung gegen ihn bekannt geworden.(Bild:  Finn)
Max-Josef Meier ist als CEO des Auto-Abo-Anbieters zurückgetreten. Zuvor war der Vorwurf der sexuellen Belästigung gegen ihn bekannt geworden.
(Bild: Finn)

Nun ist der 38-Jährige nach vierjähriger Tätigkeit für das Unternehmen seinen Job los.

Dieser Schritt allerdings dauerte einige Zeit. Laut dem „Capital“-Bericht scheint es zu den Übergriffen bereits vor Weihnachten 2021 gekommen sein. Danach habe sich zwar eine interne Kommission um die Aufbereitung der Zwischenfälle bemüht. Der Chef, der die Vorwürfe nun nochmals einräumte, war aber im Amt geblieben. Erst als ein Mitarbeiter des Unternehmens die wiederholte Belästigung öffentlich machte, kam die Trennung nun wohl endgültig in Gang.

Nachfolger von Meier an der Spitze von Finn ist ein weiterer Mitgründer, Maximilian Wühr. Er war bisher als Chief Growth Officer für den Ausbau der Geschäfte zuständig – unter anderem auf dem für sexuelles Fehlverhalten sensiblen US-Markt. Zudem rückt Jürgen Lobach, seit 2020 Chief Fleet Officer bei Finn, neu in die Geschäftsführung auf. Finanzchef Max Beyer bleibt auf seinem Posten und komplettiert die Geschäftsführung.

Der Auto-Abo-Anbieter Finn wurde 2019 gemeinsam von Maximilian Wühr, Nikolai Schröder, Andreas Wixler, Max Beyer, Hans-Peter Ringer und Max-Josef Meier gegründet. Seither hat sich das Unternehmen zu einem wichtigen Anbieter für diese Form des Autobesitzes entwickelt. „Wir wollen das Synonym für Auto-Abo werden“, hatte Meier vor zwei Jahren im Interview mit »kfz-betrieb« erklärt. Schlagzeilen machte Finn mit der Ankündigung, vom E-Auto-Hersteller Sono Motors 12.600 Einheiten abnehmen zu wollen. Inzwischen hat der Hersteller sein Autoprojekt aber eingestellt.

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